Allensbach-Umfrage: Deutsche empfinden muslimische Migranten als eine Belastung

BERLIN - SEPTEMBER 21: Muslim women wearing headscarves walk in the immigrant-heavy district of Kreuzberg on September 21, 2010 in Berlin, Germany. German politicians are debating past and future govenment policies to encourage the integration of immigrants into German society, a debate that was most recently sparked by a controversial book by German Social Democrat (SPD) Thilo Sarrazin, in which he accuses Muslims of being more reluctant to integrate than other immigrant groups. (Photo by Sean Gallup/Getty Images)Immerhin 55 Prozent der Befragten einer Umfrage gaben bekannt, dass muslimische Migranten eine Belastung für Deutschland darstellen. Nach einer neuen Allensbach-Umfrage waren laut der Zeitschrift „Financial Times Deutschland” mehr als die Hälfte die Meinung, dass besonders diese spezielle Einwanderergruppe „sozial und finanziell wesentlich mehr gekostet als wirtschaftlich gebracht hat”.

Nur etwa 20 Prozent der Befragen sehen durch die Zuwanderung der muslimischen Einwanderer einen Vorteil für die Bundesrepublik. Das Intitut für Demoskopie Allensbach hat ferner herausgefunden, dass speziell im Osten der Republik die Ablehnung gegenüber den Migranten groβ ist. 74 Prozent sahen in dieser Region ausschlieβlich negative Folgen für das Land, während es im Westen nur 50 Prozent waren.

Besonders die Vorurteile vieler Deutscher gibt zu denken. So glauben etwa 30 Prozent der Befragten, dass Deutschland durch die Zuwanderer natürlich “dümmer” wird und diese Einwanderer im Schnitt mehr Kinder bekommen und schlechter ausgebildet sind.

Auch das ehemalige Bundesbank-Vorstandsmitglied Thilo Sarrazin erhält für seine umstrittenen Thesen über die Einwanderungspolitik einen groβen Zuspruch aus der Gesellschaft. 60 Prozent stimmen ihm zu, während nur knapp 20 Prozent nicht seiner Meinung sind.

Quelle: Hamburger Abendblatt

von Martin Richard Schmitt