„Alpha Ventus“ – Deutschlands erster Hochsee-Windpark ist eingeweiht!

„Alpha Ventus“ – Deutschlands erster Hochsee-Windpark ist eingeweiht!

Projekt 'Alpha Ventus'

Deutschland hat nun auch einen Hochsee-Windpark. Umweltminister Norbert Röttgen weihte das Projekt „Alpha Ventus“ am Dienstagnachmittag offiziell ein. Das 250-Millionen teure Projekt besteht aus zwölf riesigen Windrädern und ist ein Testprojekt von E.on, Vattenfall und der Stromgesellschaft EWE und liefert Strom für 50.000 Haushalte.

Die Ausmaße der Windräder sind gigantisch. Jedes Windrad ist 85 Meter hoch. Die Rotorenblätter wiegen jeweils 16,5 Tonnen und haben eine Länge von 56 Metern. Jedes Windrad verfügt über drei Flügel.

Wie die Bildzeitung berichtet, sagte Bundesumweltminister Norbert Röttgen zur Eröffnung: „Offshore-Technologie ist ein Zukunftsthema mit großem Innovations- und Wachstumspotenzial.“ Offshore-Technologie bedeutet, dass die Anlage etwas entfernt von der Küste liegt. Umweltschützer kritisieren diese Anlage, weil die Gefahr besteht, dass Vögel mit den Rotorblättern kollidieren.

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Das belegt eine Studie des Naturschutzbundes (NABU). Diese besagt, dass sich die Sterblichkeitsrate beispielsweise bei Seeadlern um 0,7 Prozent erhöht hat – durch die Windkraftanlagen. Leonid Ravran, Statistikexperte vom NABU sagte dazu: „Bislang sind die Auswirkungen von Offshore-Windkraftanlagen auf Vögel noch relativ unbekannt, ganz einfach, weil Vögel, die mit den Windrädern kollidieren, ins Meer fallen und nicht gefunden werden.“

Nicht nur Tierschützer kritisieren solche Anlagen, auch Anwohner sind nicht unbedingt erfreut durch den Bau solch gigantischer Windparks. Für sie sind die eingeschränkte Sicht und die Geräusche die Hauptkritikpunkte.

von Sandra Reinfeld