Also doch: Riesige Steuerausfälle erwartet der Bund bis 2013!

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Die Steuereinnahmen des Bundes werden immer weniger. Das berichtet auch die Berliner Zeitung. Nach deren Informationen besagt eine Prognose des gewerkschaftsnahen Instituts für Markoökononie und Konjunkturforschung (IMK), dass das Steueraufkommen in diesem Jahr trotz der wirtschaftlichen Erholung weiter sinken werde.

Diese Nachrichten sind angesichts der ohnehin schon leeren Kassen nicht erfreulich. Das bedeutet nämlich, dass dem Bund ein riesiges Finanzloch droht. Wie die Bildzeitung berichtet, drohen dem Bund nach Angaben des Bundesfinanzministeriums ungefähr 40 Milliarden Euro Steuerausfälle. Allerdings beziehen sich diese Zahlen auf den Zeitraum bis zum Jahr 2013. Allein für das laufende Jahr rechnen die Steuerschätzer – laut Angaben der Berliner Zeitung – mit einem Minus in den Kassen von ungefähr zwei Milliarden Euro. Dem schließen sich ab 2011 Steuermindereinnahmen von jährlich etwa 14 Milliarden Euro an.

Das bedeutet für das Jahr 2010 ganz konkret, dass der Bund, die Länder und die Gemeinden ungefähr 510 Milliarden Euro einnehmen würden, was eine Mindereinnahme von drei Prozent im Vergleich zum Jahr 2009 bedeutet. Ganz besonders hart treffen die Steuerausfälle die Gemeinden.

Man darf gespannt sein auf die Einnahme-Prognose bis 2014, den der Arbeitkreis Steuerschätzung, der heute in Lübeck zusammenkommt, am 6. Mai vorlegen wird.

von Sandra Reinfeld