Ampel-Kennzeichnung für Lebensmittel

Ampel-Kennzeichnung für LebensmittelDie Kennzeichnung von Lebensmitteln durch rote, gelbe und grüne Symbole wird es zukünftig nun doch nicht geben. Verbraucherschützer, Ärzteverbände und Krankenkassen hatten dies gefordert – das Europaparlament hat diese Forderung jedoch jetzt abgelehnt.

Geplant war, dass der Fettanteil, der Anteil an Salz oder Zucker in Tiefkühlpizza, Müsli oder Cornflakes deutlich sichtbar durch farbige Punkte kenntlich gemacht werden sollte. Nun sollen auch die Mitgliedsstaaten nicht die Möglichkeit erhalten, eine eigene Lösung durch Ampel-Kennzeichnung vorzuschlagen.

Die Meinungen über die Entscheidung des Europaparlaments sind geteilt. So zeigten sich Vertreter der Linken und der Grünen enttäuscht. Die deutsche Grüne Rebecca Harms sagte, dass die EU damit auf ein „einfaches und übersichtliches Label“ verzichte. Die Verbraucherorganisation Foodwatsch sieht die Entscheidung des EU-Parlaments ebenfalls kritisch. Sie sieht in der Kennzeichnung durch rote, gelbe und grüne Punkte für einen hohen, mittleren und niedrigen Gehalt an Substanzen, die möglicherweise gesundheitsschädlich sind, die Lösung, die für den Verbraucher am wirksamsten ist.

Die Hersteller sollen zwar zukünftig verpflichtet werden, Angaben zum Fettgehalt, gesättigten Fettsäuren, Salz und Zucker auf der Vorderseite der Verpackungen zu machen. Ob diese allerdings so wirkam sein werden, ist fraglich.

von Sandra Reinfeld