Tour de France: Schleck und Contador rangeln um den Tour-Sieg

Schleck und Contador rangeln um den Tour-Sieg

Bei der 97. Tour de France ist eine Vorentscheidung gefallen. Im Kampf um das Gelbe Trikot scheinen nur noch zwei Fahrer echte Chancen zu haben. Andy Schleck und Alberto Contador wiesen ihre Konkurrenten auf der 9. Etappe in die Schranken.

Die schwerste Alpenetappe der diesjährigen Großen Schleife hielt, was sie versprach. Auf über 200 Kilometern musste das Feld ein Berg der vierten, einer der zweiten, zwei der ersten und einer der höchsten Kategorie bewältigen. Am Col de la Madeleine kam es zum Showdown.

Contadors Astana-Team erhöhte das Tempo und verkleinerte mit der Verschärfung das Hauptfeld schlagartig. Cadel Evans, einer der Favoriten musste abreißen lassen. Für ihn das Ende im Kampf um Gelb. Der Weltmeister verlor über acht Minuten und gab danach zu, dass er sich tags zuvor einen Ellenbogenbruch zugezogen hatte. Auch Lance Armstrong musste abreißen lassen.

Dadurch lieferten sich Schleck und Contador ein Privatduell. Immer wieder griff der Luxemburger an, doch der Spanier konnte jedes Mal nachsetzen. Deshalb entschieden sich beide Fahrer zusammen zu arbeiten und die restlichen Mitfavoriten weit hinter sich zu lassen.

Zum Sieg reichte es nicht, der ging an Sandy Casar. Der Franzose war teil einer Ausreißergruppe, der auch die beiden Deutschen Jens Voigt und Johannes Fröhlinger angehörten, die jedoch vor dem Ziel zurück fielen. Im Schlussspurt verwies Casar Luis Leon Sanchez und Damiano Cunego auf die Plätze.

In der Gesamtwertung eroberte Andy Schleck das Trikot des Gesamtführenden. Er liegt 41 Sekunden vor Contador. Diesen Platz will er am heutigen Nationalfeiertag der Franzosen verteidigen. Auf der letzten Alpenetappe geht es nach Gap. Jedoch steht nur ein Berg der ersten Kategorie auf dem Programm, der zudem schon frühzeitig erklommen werden muss. Kaum Möglichkeiten also, viel Zeit gut zu machen. Eher erneut eine Chance für Ausreißergruppen.

Quelle: Welt

von Andre Gierke