Armin Veh und Bastian Reinhardt neues Führungsduo beim HSV

Bildnummer: 04111110 Datum: 23.11.2008 Copyright: imago/Schupfner..Bastian Reinhardt Photo via Newscom

Am Ende ging alles rasend schnell. Gestern Abend stellte der Hamburger SV seine neue sportliche Führung vor. Dabei sorgte der Fußball Bundesligist für große Überraschung. Armin Veh wird neuer Trainer der Rothosen. Sportchef wird der ehemalige Profi Bastian Reinhardt. Beide erhalten einen Vertrag bis 2012 und sollen bei einer Pressekonferenz heute um 12:00 offiziell vorgestellt werden.

Fast ein Jahr lang hatte der HSV nach einem neuen Sportchef Ausschau gehalten. Nachdem Dietmar Beiersdorfer den Norddeutschen den Rücken gekehrt hatte, kursierten viele Namen als Nachfolger. Dabei entbrannte immer wieder Streit innerhalb des Vereins, so dass man sich bis gestern nicht auf einen Nachfolger einigen konnte. Zuletzt hatte Nico-Jan Hoogma seinem alten Klub eine Absage erteilt und Sergej Barbarez erhielt intern nicht die nötige Rückendeckung. Stattdessen wird ein anderer Ex-Profi neuer Sportchef. Bastian Reinhardt soll den Klub wieder auf Kurs bringen.

Doch während Hoogma und Barbarez schon erste Erfahrungen mitgebracht haben, ist es für Reinhardt die erste Anstellung nach seiner aktiven Karriere. Der Abwehrspieler hatte seine Fußballschuhe nach Ablauf der Saison 2009/2011 an den Nagel gehängt. Auf Grund von Verletzungen konnte er in seiner letzten Spielzeit ein siebenmonatiges Praktikum beim Hamburger SV absolvieren. Mehr Erfahrungen in diesem Bereich bringt er nicht mit.

Ganz anders Armin Veh, der schon bei verschiedenen Vereinen am Spielfeldrand stand. Sein größter Coup gelang ihm 2007, als er mit dem VfB Stuttgart die überraschende Meisterschaft feierte. Im letzten Jahr sollte er Nachfolger von Felix Magath beim damaligen Meister VfL Wolfsburg werden. Doch nach wenigen Monaten wurde der erfolglose Trainer schon wieder entlassen.

Beim HSV wartet auf das Duo viel Arbeit. In der Zusammenstellung und Vorbereitung des Trainers, sowie im „Kampf“ mit den Vorbehalten der Presse und den internen Diskussionen bei aufgewühlten Nordklub.

Quelle: Hamburger SV

von Andre Gierke