Benachteiligung ausländischer Unternehmen in China

Benachteiligung ausländischer Unternehmen in China

CHINA – Laut einer Umfrage der Europäischen Handelskammer befürchten 40 Prozent der rund 500 befragten europäischen Unternehmen in China durch die Zunahme von Gesetzen und Regeln eine Benachteiligung europäischer Unternehmen im Reich der Mitte.

Nicht anders sieht es für die amerikanischen Unternehmen auf dem chinesischen Markt aus. Eine Umfrage der US-Handelskammer vom vergangenen März bei amerikanischen Unternehmen vor Ort brachte ähnliche Befürchtungen ans Tageslicht.

Obwohl damals der chinesische Regierungschef Wen Jiabao nach der Kritik versicherte, dass sein Land weiterhin offen für ausländische Unternehmen und Investitionen bleibe, trauen nur noch die wenigsten Geschäftsleute den lauteren Absichten. Nur etwa 10 Prozent der Befragten glauben an eine Verbesserung der Lage in China.

Zwar werden die Wachstumsaussichten in China generell noch als gut beurteilt, doch in Bezug auf die Gewinnaussichten gewinnen eher pessimistischere Einschätzungen die Oberhand. Nur noch 34 Prozent der befragten Unternehmen sehen positive Gewinnprognosen voraus.

Die Handelskammer kritisiert die Vorgehensweise der Chinesen auf das Schärfste und der Präsident der Europäischen Handelskammer in China, Jacques Boisséson, warnt China mit den Worten: „Niemand sollte es als gegeben annehmen, dass europäische Unternehmen weiter in egal welchem geschäftlichen Umfeld auch immer investieren“. Er äuβerte sich überdies, dass es vielfach in China zu Missachtungen gegenüber dem Schutz von geistigem Eigentum und einer unterschiedlichen Rechtshandhabung komme.

von Martin Richard Schmitt