Besucherandrang bei der World Expo 2010 bislang eher mäßig

Besucherandrang bei der World Expo 2010 bislang eher mäßig

SHANGHAI – Die Weltausstellung „Expo“ findet in diesem Jahr in Shanghai statt und sie sollte die größte Ausstellung aller Zeiten werden. Das hatte zumindest die kommunistische Führung sich vorgenommen und alles bis ins kleinste Detail geplant. Doch die Rechnung ging leider nicht so auf. Die Bürger in Shanghai gehörten nicht unbedingt zu den Besuchern der Weltausstellung und dabei haben sich die verschiedenen Nationen viel Mühe bei der Gestaltung ihrer Pavillons gegeben.

Am Beispiel Nordkoreas kann der Besucher sehen, dass dieses Land zu Recht glaubwürdig für Nachhaltigkeit wirbt. Es verzichtet nämlich auf ein multimediales virutelles Spektakel und präsentiert stattdessen eine Miniatur des Juche-Turms, einen Park mit Felsen und ein traditionelles Teehaus.

Für die Kommunistische Partei Chinas allerdings geht es um viel. Da in den ersten zwei Wochen seit Eröffnung der Expo durchschnittlich weniger als die Hälfte der erwarteten Besucher zur Ausstellung gekommen sind, müssen sich die Planer etwas einfallen lassen, damit das Plan-Soll noch erreicht werden kann. Die Kommunistische Partei ist bereits dabei ihre Propaganda in den staatlichen Medien zu verstärken. So werden beispielsweise kritische Einträge heimischer Blogger in Bezug auf die Weltausstellung im Internet gelöscht.

Es bleibt allerdings die Frage, ob diese Maßnahmen etwas bringen werden?

von Sandra Reinfeld