Bettwanzenplage in Deutschland: Nachts tobt der Terror in deutschen Schlafzimmern

SAN FRANCISCO - APRIL 30:  Dead bed bugs lay on a paper towel April 30, 2009 in San Francisco, California. Cases of bed bug infestations are on the rise across the U.S. with many people bringing them into their homes after visiting hotels and airports. Bed bugs feed off of human blood.  (Photo by Justin Sullivan/Getty Images)Die Bettwanzen galten fast schon als ausgerottet in deutschen Schlafzimmern, doch jetzt warnt der Deutsche Schädlingsbekämpfer-Verband (DSV) vor einer Invasion der nachtaktiven Blutsauger.

Bettwanzen übertragen zwar keine Krankheiten, doch sind deren Bisse äuβerst unangenehm. Der Terror dieser Blutsauger beginnt nachts wenn der Atem der Schlafenden die Bettwanzen anlockt. Wie in einem Horrorfilm kriechen sie aus ihren Schlupflöchern und attackieren den Mensch. In Ritzen, Steckdosen oder hinter Tapeten lauern sie auf ihre Opfer. Manchmal kriechen sie auch die Wände empor und lassen sich von der Decke auf ihr Opfer fallen. Dann beginnt das Mahl, das die Tiere mit Vorliebe gemeinsam einnehmen.

Vor allem in den Ballungszentren sind die Millimeter groβen Insekten (Cimex lectularius) immer häufiger anzutreffen. In den USA sind die Plagegeister schon zu einer richtigen Seuche geworden. Mangelnde Hygiene ist nicht der Grund für das vermehrte Auftreten, doch sind sie erst einmal da, so scheut der Betroffene sich den Befall einzugestehen und den Fachmann zu rufen. Ein professionellen Schädlingsbekämpfer auch der einzige, der gegen die Plage effizient angehen kann.

Zu entdecken sind die Wanzen leicht. Der Kot der Blutsauger erscheint als eine Ansammlung kleiner schwarzer Punkte auf Tapeten und Bettrahmen. Zwar hat man bei den blutgierigen Insekten schon HIV-, Borreliose- und Hepatitiserreger gefunden, doch eine direkte Übertragung auf den Menschen konnte noch nicht nachgewiesen werden.

Die Stiche der Bettwanzen, die schmerzfrei sind, finden sich in einer Reihe angeordnet und haben die Gröβe eines Fingernagels. Den bestialischen Juckreiz behandelt man am besten mit entsprechenden Gelen oder Antihistamin-Salben. Um eine gröβere Infektion zu vermeiden, sollte das Kratzen an den betroffenen Stellen tunlichst unterlassen werden.

Quelle: news.yahoo.com

von Martin Richard Schmitt