Black Box des Airbus-Todesfluges AF447 gefunden

Vielleicht könnte mit der Lokalisierung und der Bergung der Black Box aus der Airbus-Maschine AF447 mehr über die Absturzursache ans Tageslicht kommen. Der französische Verteidigungsminister gab jetzt die mögliche Fundstelle im Atlantik bekannt. Noch ist allerdings nicht sicher, ob es überhaupt möglich sein wird die Black Box zu bergen.

Bei dem Absturz des Airbus AF447 am 1. Juni 2009 kamen alle 228 Passagiere und die Besatzungsmitglieder ums Leben. Die Maschine war auf dem Flug von Rio de Janeiro nach Paris, als sie plötzlich in der Nähe der Ilha Fernando do Noronha von den Bildschirmen der Fluglotsen verschwand.

Die wahren Umstände warum es zu dem Absturz kam, konnten bislang nicht geklärt werden. Laut den Aussagen der Verantwortlichen muss man mit den Informationen über die Fundstelle der Black Box jedoch Vorsicht walten lassen. Noch ist nicht ganz klar in welcher Tiefe diese Box, die die Gröβe einer Schuhschachtel hat, genau liegt. Eine Abweichung der Fundstelle von bis zu fünf Kilometern Radius ist ebenfalls einzukalkulieren.

Auf Grund der Signale, die ein U-Boot in der ersten Suchphase direkt nach dem Unglück aufgefangen hat, konnte jetzt zusammen mit den neusten Ergebnissen die Fundstelle genauer lokalisiert werden. Ein Sprecher des französischen Verteidigungsministeriums relativiert die Möglichkeit einer Bergung der Black Box mit dem Vergleich, eine Schuhbox auf einer Fläche von Paris in einer Tiefe von 3 000 m finden zu müssen.

Die französische Flugunfall-Untersuchungsbehörde BEA analysiert derweil in Zusammenarbeit mit dem Militär die neusten Daten und eine mögliche Bergung der Box. In einem Zwischenbericht im vergangenen Dezember bestätigte BEA das Phänomen der Inkonsistenz der Geschwindigkeitsmessung, das möglicherweise teilweise zu der Unglücksursache beigetragen hat.

Ein weiterer Fehler, der zum Absturz des Airbus vom Typ 330 geführt haben könnte, lag möglicherweise in einer falschen Höhenangabe durch die empfindlichen Messsensoren.
In der derzeitigen Suchphase nehmen neben den französischen Einheiten auch Suchteams aus den USA und Norwegen teil. Mit der Besserung der Wetterlage im Juli und August werden überdies Unterwasserroboter zum Einsatz kommen.

Quelle: www.bbc.co.uk

von Martin Richard Schmitt