BMI-Studie beweiβt: Body Mass Index hängt vom Umfeld ab

Studie beweiβt: Body Mass Index hängt vom Umfeld ab

BMI – Der Body-Mass-Index (kurz BMI) oder auch Körpermasseindex (KMI), ist weltweit ein bewährtes Maβstab zur Erkennung von Übergewicht. Der von Adolphe Quételet entwickelte Index gibt einen Richtwert an, der jedoch zusehends umstritten ist. Problem dabei ist die Nichtberücksichtigung der Statur und der individuellen Zusammensetzung des Muskel- und Fettgewebes. Was sich jetzt allerdings herausgestellt hat, ist, dass der Body Mass Index bei Menschen, die in ärmeren Region leben, höher ist als bei Personen, die in entwickelteren Regionen ansässig sind.

Eine Studie, die über sechs Jahre an der University of Alberta in Kanada durchgeführt wurde, zeigt die komplexen Beziehungen zwischen dem sozioökonomischen Umfeld und dem BMI. So hat sich herausgestellt, dass der urbane Verkehr ein wichtige Rolle für den BMI spielt. Dort wo mehr Autos fahren, bewegen sich die Menschen auch weniger, was zu einem Ansteigen des BMI führt. Das Alter spielt ebenfalls eine bedeutende Rolle. Im Schnitt ist bei den jüngeren Menschen ein durchschnittlich höher ansteigender BMI  zu verzeichnen als bei älteren Personen. Bezogen auf die Bewegung stellte sich heraus, dass in ärmeren Regionen, die Möglichkeiten Fusswege zu benutzen durchaus vorhanden sind, diese aber aufgrund der Sicherheitslage eher gemieden werden.

Was sich für die älteren Personen über 65 Jahre auf den ersten Blick gut liest, ist jedoch mit einem anderen Gesundheitsproblem verbunden. So liegt ihr BMI niedriger als bei den Jüngeren, doch zeigen diese Personen vielfach Herz-Kreislaufprobleme auf. Eine allgemeiner Schwächezustand und Gefäβprobleme sind weitere Risikofaktoren.

Quelle: Yahoo

von Martin Richard Schmitt