Botox-Studie: Botox zeigt negative Auswirkungen auf das Gehirn

Botox-Studie: Botox zeigt negative Auswirkungen auf das Gehirn

Die meisten, die dem Alter nicht ins Auge sehen können greifen zu Botox. Das hochpotente Nervengift gilt als erstehbarer Jungbrunnen. Was Cremes und Kuren in langwierigen Anwendungen nicht schaffen, das schafft Botox, im dem es die faltige Haut in ein paar Sekunden glättet. Der Ansturm der Massen auf die Schönheitschirurgen ist enorm. Jeder, der In und für immer jung sein will, sieht in Botox die ultimative Lösung.

Botox ist der Handelsname der Substanz Botulinumtoxin Typ A, einem Gift, welches von der Bakterie Clostridium botulinum erzeugt wird. Botox gilt als Allheilmittel gegen Falten, Krähenfüsse, aber auch Migräne. Durch die Inkektion des Giftes in die Haut werden Muskelverspannungen gelöst. Das Einsatzgebiet von Botox liegt vor allem um die Stirn, um den Mund herum und an den Augen. Leider hält die Wirkung, die erst 2-4 Tagen nach der Behandlung einsetzt, nur höchstenfalls 6 Monate an, dann heiβt es erneut spritzen. Der Kostenaufwand für eine Spritze beginnt bei 250 Euro.

Dass Botox jedoch nicht nur kurzfristig schön macht, sondern auch nicht ganz unbeträchtliche Nebenwirkungen verursacht, war zwar schon bekannt, doch häufen sich diese zusehends an. Mit einer etwas verzerrten Mundpartie, Triefaugen oder auch einer starren Mimik musste nach einer Botox-Anwendung immer gerechnet werden.

Es kommt aber noch schlimmer, denn nach einer neusten Untersuchung an der Universität Wisconsin-Madison unter der Leitung von David Havas, bei der 20 Frauen während der Botox-Therapie einem Sprachtest unterzogen wurden, stellte sich heraus, dass das Gift negative Auswirkungan auf das Sprachvermögen hat. So brauchten die Probanten eine Sekunde länger, um folgenden Satz zu verstehen:

«Sie verabschieden sich von einem guten Freund, den sie nie wieder sehen werden.»

Laut dem Wissenschafts-Journal “Bild der Wissenschaft” sei eine Sekunde zwar nicht viel, aber genau diese Sekunde genüge, um gewisse emotionale Schwingungen in einem Gespräch nicht mitzubekommen. Um Beschreibungen von Zorn, Ärger und Trauer besser zu verstehen, ziehen wir die Stirn in Falten. Wer seine Stirn nicht ordentlich bewegen kann, verstehe auch Emotionen weniger leicht, die mit Stirnrunzeln einhergehen. Die Forscher nehmen an, dass das Hirn eine Rückkoppelung der Gesichtsmuskulatur benötigt, um Empfindungen richtig steuern zu können.

Quelle: de.news.yahoo.com

von Martin Richard Schmitt