Golf von Mexiko: Öl-Bohrstopp vorerst aufgehoben

Golf von Mexiko: Öl-Bohrstopp vorerst aufgehoben

GOLF VON MEXIKO – Das Leck im Bohrloch im Golf von Mexiko ist immer noch nicht geschlossen und schon haben die Ölkonzerne einen Sieg errungen. Wie Spiegel Online berichtet, ist das Verbot, Erdöl im Golf von Mexiko zu bohren, von einem Bundesrichter aufgehoben worden. Das ist natürlich eine sehr unerfreuliche Niederlage für Präsident Barack Obama.

Initiiert wurde die Klage von mehreren Firmen der Ölindustrie. Der US-Bundesrichter Martin Feldman hatte am Dienstag in New Orleans einem Antrag der Ölfirmen stattgegeben. Allerdings ist dieses Urteil nur vorläufig. Der Anwalt David Rosenblum, der einige der klagenden Unternehmen vertritt, begründete die Klage damit, dass das von Obama verhängte sechsmonatige Moratorium willkürlich sei und die gesamte Branche bestrafe.

Als Reaktion auf die Ölpest im Golf von Mexiko hatte Barack Obama in der Meeresregion ein Bohr-Moratorium verhängt, das sechs Monate dauern sollte. Dieser Beschluss war Ende Mai gefasst worden und erlaubte lediglich bereits laufende Offshore-Förderungen der Unternehmen. Neue Bohrprojekte müssen gestoppt werden. Der Geltungsbereich dieses Moratoriums ist der Golf von Mexiko und es betrifft auch ausschließlich die Tiefsee-Bohrungen.

Nach Bekanntwerden des Urteils kündigte das Präsidialamt der USA an, sofort Berufung gegen das Urteil einlegen zu wollen.

von Sandra Reinfeld