Cap d’Agde: Krieg zwischen sexbesessenen Swingern und traditionellen Nudisten

Im südfranzösischen FKK-Mekka Cap d’Agde herrscht zur Zeit Ausnahmezustand. Grund ist das zunehmende Eindringen von Swinger-Horden in  das Nudisten-Camp. Die traditionellen Anhänger der Freikörperkultur sehen durch die sexbesessenen Swinger ihr Paradies bedroht. Ihrer Meinung nach sollte das „Naked City-Resort“ nicht in einen heiβen internationalen Sexspot verwandelt werden.

Bei einem Treffen mit den den Oberen der Gemeindeverwaltung waren Äuβerungen der Betroffenen zu vernehmen, die auf Konfrontation stehen: „Wir haben uns vor 34 Jahren hier ein Appartment gekauft weil wir frei und nackt unter der Sonne leben wollten, jetzt sind wir von wilden Tieren umgeben.“ Andere lassen verlauten: „Wenn die Sonne scheint, ist Cap d´Agde Europas Zentrum für freien Sex.“
Doch nichts kann laut den Verantwortlichen gegen die Swinger unternommen werden bis eine formelle Beschwerde bei der Polizei vorliegt.

Schon vor zwei Jahre begann der Krieg zwischen den „Kulturen“ mit den Attacken von alteingesessenen militanten Nudisten gegen verschiedene neue Sex-Clubs.
Swinger-Clubs und Stundenhotels schieβen zum Leidwesen der FKK-ler in der Region wie Pilze aus dem Boden. Rückhalt kommt auch aus den Reihen einiger ortsansässiger Politiker, die ebenfalls der Meinung sind, dass der Bürgermeister dem zügellosen Treiben Einhalt gebieten sollte.

Der künstliche Nudistenort „Village Naturiste“, der im Sommer über 40 000 Menschen anlockt, ist mit einer perfekten Infrastruktur versehen, in der es selbst an Banken, Arztpraxen und Postämtern nicht fehlt.
Die Stadtverwaltung in Cap d´Agde hat einem Bericht in der englischen Zeitschrift „The Independent“ zufolge aus rein ökonomischen Interessen die Regeln etwas gelockert.  Doch das ist den meisten Freikörperkultur-Anhängern wohl zuviel, denn ihrer Meinung nach scheuen die sexbesessenen Swinger auch nicht davor zurück öffentlich ihre Absichten zur Schau zu stellen.

Der Bürgermeister der Gemeinde versichert alles Mögliche unternommen zu haben, um eine Konfrontation der Parteien zu vermeiden, doch sieht er keinen Grund gegen den gesellschaftlichen Trend des Partnertausches offiziell vorzugehen.

Quelle: metro.co.

von Martin Richard Schmitt