CDU vs. Counterstrike

Es ist also soweit, wie bereits vermutet versucht man nun, die deutschen Kinderporno-Filtersysteme auch anderweitig einzusetzen. Ein CDU-Bundestagsabgeordneter denkt jetzt über Verwendungsmöglichkeiten bei Computerspielen, insbesondere den „Killerspielen“ nach.

Nehmen wir also China zum Vorbild und erschaffen neue Banlists, ganz nach Großvätterchen Lenin: „Vertauen ist gut, Kontrolle ist besser“. Thomas Strobl, so heißt der CDU-Vorkämpfer gegen gewaltverherrlichende Spiele. Auf der Seite „Abgeordnetenwatch.de“ äußerte er sich folgendermaßen zur Problematik: „Das von der Innenministerkonferenz geforderte Herstellungs- und Verbreitungsverbot ist für mich daher bedenkenswert und sorgfältig zu prüfen. In jedem Fall sollte aber meines Erachtens in der Debatte, welche Maßnahmen zur Gewaltprävention ergriffen werden, die von den Bundesministern von der Leyen und Schäuble vorgeschlagene Sperrung von kinderpornographischen Seiten im Internet mit Blick auf Killerspiele neu diskutiert werden“.
Gewaltverherrlichende Spiele sind in Deutschland sowieso schon verboten, befindet ein Richter ein Spiel für gewaltverherrlichend, so kann er es mit Bezug auf Paragraph 131 StGB aus dem Verkehr ziehen.
Unser Staat schafft Strukturen um uns vor „Gift“ zu schützen, das tun auch die Chinesen. Bisher haben die Chinesen aber keine Versuche gemacht, die geschaffenen Strukturen für noch mehr Kontrolle auszubauen. Die eine Frage ist die Effektivität solcher Maßnahmen. Das andere die Umsetzbarkeit. Schließlich spielt ein großer Teil der Wählerschaft gewaltverherrlichende Spiele.

(Mark)


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