China legt Hacker-Ausbildungszentrum lahm

China legt Hacker-Ausbildungszentrum lahm

China legt Hacker-Ausbildungszentrum lahm: Geht es den chinesischen Hackern an den Kragen?

©

gutter/Flickr (CC)

CHINA – Die Polizei in der chinesischen Provinz Hubei hat eines der größten Hackerzentren des Landes mit den Namen „Sicherheit Schwarzer Falke“ geschlossen, gleichzeitig wurden drei der führenden Köpfe verhaftet, das berichtet die chinesische Agentur Xinhua.

Die Leiter der Hackerschule boten in ihren Foren den Mitgliedern diverse Trojaner an, dies ist aber nach chinesischem Recht illegal. Ferner wurden von der Polizei 1,7 Millionen Yen (ca. 182.600 Euro), 9 Server, 5 Computer und ein Fahrzeug sichergestellt. Die Seite hatte einen gewaltigen Zulauf und die Eigentümer machten dabei nicht schlecht Kasse. Die zahlenden Mitglieder (12.000) trugen einen Betrag von 7 Millionen Yen (ca. 751.000 Euro) zusammen, während die Seite noch weitere 170.000 nicht-zahlende registrierte Mitglieder hatte. Nach Informationen einer staatlichen Computersicherheitsbehörde verursachte die Netzpiraterie in China im Jahr 2009 einen Schaden von 1,1 Millionen US-Dollar.

Internetprobleme in der chinesischen Provinz Xiangjiang: Die Behörden in der Provinz Xingjiang haben nach einer Sperre von einem halben Jahr 27 Seiten wieder zugelassen. Grund für die Sperrung waren technische Probleme in der Provinz. Seit dem vergangenen Dezember sind wieder einige Seiten, meist jedoch staatliche Webseiten, wie die Nachrichtenagenturseite Xinhua zugänglich, im Januar kamen schließlich die populären Seiten Sina und Sohu hinzu.

Hintergrund dieser Web-Sperrungen waren die Aufstände der muslimischen Uriguren im vergangenen Juni, bei der es zu zahlreichen Gewaltaktionen mit ca. 1.900 Verletzten und 200 Todesopfern kam. Daraufhin wurden die Telefonleitungen ins Ausland und die Versendung von mobilen E-mails unter dem Vorwand so weitere Aufstände zu verhindern, gekappt.

Trotz der Wiedereröffnung der 27 Webseiten ist es den Usern immer noch nicht möglich E-mails und Blogs zu nutzen. Seit Mitte Januar ist es zwar wieder erlaubt SMS senden, jedoch nur 20 pro Tag, die Behörden ziehen aber in Betracht die Anzahl in absehbarer Zeit wegen des bevorstehenden chinesischen Neujahrsfestes am 14. Februar zu erhöhen. Die Authoritäten haben dennoch angekündigt die Internetbewegungen und Textmessages weiterhin zu kontrollieren. Informationen des lokalen Online-Portals Tianshannet zu Folge wurden vor zwei Wochen drei Personen verhaftet, die Gerüchte mit illegalem Inhalt verbreitet hatten.

Martin

Tags:

Internet, Hacker, China, staatliche Aufsicht, Xingjiang, E-mail

Quelle:

Elpais

von Martin Richard Schmitt