China: neue Bedingungen für Klima-Abkommen

China fordert neue Bedingungen für das Klima-Abkommen. Angesichts der hohen Exportquote der Chinesen soll nun den westlichen Ländern ein Teil der CO2-Emissionen zugeschrieben werden.

China ist heute eines der größten Exportländer der Welt. Gleichzeitig haben die Chinesen den größten CO2-Ausstoß. Die chinesische Regierung wehrt sich aber gegen den Vorwurf, Hauptverantwortlicher für den Klimawandel zu sein. „Der größte Teil des angereicherten CO2 in der Atmosphäre stammt von den reichen Industrienationen“, sagt der Klimagesandte Yu.

„15 bis 20 Prozent der chinesischen Emissionen stammen chinesischen Experten zufolge von Produkten für Auslandsmärkte, besonders für die USA und Europa“, sagt Yu Qingtai, Beijings Sonderbotschafter für internationalen Klimaverhandlungen. Die westlichen Industriestaaten würden von den chinesischen Exportgütern profitieren und müssten daher auch einen Teil der „CO2-Schuld“ auf ihre Schultern nehmen. Es sei ungerecht, dass diese CO2-Emissionen allein China zugerechnet werden. Man müsse bei den internationalen Klimaschutzverhandlungen einen Ausgleich dafür finden, so Yu.

Anscheinend vergisst man hier zu erwähnen, dass gerade China durch den starken Export profitiert. Würde man so argumentieren, dann hätte Deutschland wahrscheinlich überhaupt keine Schuld an der Umweltbelastung. Beijing sucht nur nach Ausflüchten. Zwar ist es Fakt, dass der größte Teil der Emissionen in der Atmosphäre den westlichen Industriestaaten zugeschrieben werden kann. Dies ist jedoch kein Grund für eine ungebremste Umweltverschmutzung. Die Schuld hierbei liegt nicht nur bei China, es müssen weltweite verbindliche Regelungen getroffen werden und dass der Westen bisher am meisten „Müll“ gemacht hat, sollte dabei berücksichtigt werden.

(Mark)

Quellen:

  1. http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,630271,00.html


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