Das stärkste Bier der Welt “sink the Bismark” reizt zur Polemik

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Die Organisation Alcohol Focus Scotland hat schon zu verschiedenen Anlässen ihre Besorgnis über die Brauerei BrewDog geäuβert. Problem laut den Aussagen eines der Vorsitzenden der Organisation ist, dass das Bier von Jahr zu Jahr stärker wird. Dies sei eine unverantwortliche Geschäftspraktik, die nur der Erhöhung des Absatzes diene. Der Direktor von BrewDog, James Watt, hält jedoch dagegen und weist darauf hin, dass sein Unternehmen alles in seiner Macht stehende daransetze, für eine neue und verantwortungsvolle Art des Bierkonsums zu werben. Unterschiedlicher könnten die Meinungen der beiden Vertreter wohl kaum sein.

Das Bier des Unternehmens genieβt einen ganz schlechten Ruf in Groβbritanien, jedoch sei es eine Ignoranz anzunehmen man könne das Bier nicht in einer verantwortungsvollen Art und Weise, ähnlich dem guten Likör- oder Weingenuss, konsumieren, so der Direktor. Schon mehrfach war die Brauerei BrewDog wegen der Produktion von Starkbieren in die Schlagzeilen geraten. Nachdem das Unternehmen eine Biermarke unter dem Namen “Tokyo” auf den Markt brachte – der Alkoholgehalt lag bei 18,2 % – wurde BrewDog zum ersten Mal als ein verantwortungsloses Unternehmen eingestuft. Daraufhin produzierte es ein Leichtbier mit einem niedrigen Alkoholgehalt unter dem Namen “Nanny State”. Später griff das Unternehmen wieder auf die alte Taktik zurück und produzierte das Hammerbier “Tactical Nuclear Penguin”, das über einen Alkoholgehalt von 32 % verfügteund zeitweise als das stärkste Bier der Welt galt. Diesen Titel verlor die Brauerei jedoch kurzzeitig an das deutsche Unternehmen Schorschbräu, das ein Bier unter dem Namen Schorschbock fabrizierte, welches einen rekordverdächtigen Alkoholgehalt von 40% vorweisen konnte.

Die Briten schlugen jetzt zurück und zwar erbarmunglsos. Die Brauerei BrewDog mit Sitz in Fraserburg holte sich den Titel das stärkste Bier zu brauen mit dem neuen Produkt sink the Bismark zurück. Über sagenhafte 41% Alkoholgehalt verfügt dieses Bier. Nicht nur der Alkoholgehalt ist enorm, der Preis von 60 US-Dollar pro 330 ml-Flasche liegt ebenfalls in utopischer Höhe. Zu kaufen gibts “sink the Bismark” nur über das Internet. Nachdem erst kürzlich bewiesen wurde, dass Bier wegen seines hohen Siliziumgehaltes gut für die Knochen sein soll, will man bei diesen Alkoholinhalten gar nicht mehr so recht an ein gesundes Getränk glauben.

Quelle: www.bbc.co.uk

von Martin Richard Schmitt