Der April 2010 gehörte zu den schönsten seit 1880

Electricity pylons at sunset

Wenn schon nicht der Mai zu den wärmsten Monaten gehört, dann aber doch der April. Das jedenfalls melden Forscher der Weltwetterorganisation (WMO) am gestrigen Mittwoch. Sie berufen sich dabei auf Daten der US-Klimabehörde NOAA.

Wie Spiegel Online mitteilt, lag die Durchschnittstemperatur der Erde nach Angaben der NOAA im April bei 14,5 Grad Celsius. Dieser Wert ergibt sich aus der Kombination von Land- und Ozeanoberfläche. Damit waren es 0,76 Grad mehr als im Durchschnitt der vergangenen Jahrhunderte.

In Deutschland selbst waren die Temperaturen zwar nicht ganz so spektakulär, aber auch hier war der April deutlich wärmer als üblich und vor allen Dingen sonniger. Lediglich die Osterfeiertage fielen aus dem Rahmen.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) meldete sogar, dass der April zu trocken war. Dennoch war der April nicht der wärmste in Deutschland. Der April 2009 war sogar noch drei Grad wärmer als der April 2010. Im April dieses Jahres lag die durchschnittliche Temperatur bei 8,8 Grad. Auch was den Niederschlag angeht, kann sich der April 2010 sehen lassen. Es fielen nämlich bundesweit 60 Prozent weniger Niederschläge als üblich. Besonders verwöhnt wurden diesmal die Küstenregionen von Vorpommern bis nach Ostfriesland. Auch auf den Inseln war es ungewöhnlich schön.

von Sandra Reinfeld