Der „Engel des Todes“: Die ultimative Kampfmaschine der Spezialeinheiten in Afghanistan

Der Engel des Todes: Die ultimative Kampfmaschine der Spezialeinheiten in AfghanistanDer „Engel des Todes“ (Angel of Death) ist eine fliegende Kampfmaschine, die von den britischen und amerikanischen Spezialeinheiten im Kampf gegen die Taliban in Afghanistan eingesetzt wird.

Verborgen ist die extreme Waffentechnik in einer von auβen betrachtet ziemlich gewöhnlichen AC-130 Hercules. Doch wenn die Bordkanonen ihre geballte Feuerkraft einsetzen, bleibt kein Stein auf dem anderen.

Die Bewaffnung des Todesengels besteht unter anderem aus einer Feldhaubitze vom Kaliber 105 mm, die ein Ziel auf eine Entfernung von über einem Kilometer ausschalten kann. Normalerweise wird die Kanone von Bodentruppen benutzt. Fast im Sturzflug sinkt die Herkules von 2000 ft Höhe auf nur 80 ft herab und feuert dann aus der fahrbaren Haubitze 10 Schuss pro Minute. Jede Granate, die mit einer Geschwindigkeit von ca. 1,548 ft pro Sekunde auf ihr Ziel trifft, ist mit ungefähr 2 kg TNT-Sprengstoff gefüllt. Der Streukreis der tödlichen Splitter beträgt 1,3 Kilometer. Gleich mehrere Tausend Granaten, jede mit einem Gewicht von knapp 20 kg, hat der Todesengel an Bord.

Unterstützt in ihrer Feuerkraft wird die Haubitze dabei von drei Gattling-Kanonen vom Kaliber 25 mm, die mit einer Feuerkraft von 7 500 Schuss pro Minute alles zerstörten was in ihrer Reichweite liegt. Der Todesengel mit dem Codenamen “Spectre” wurde eigens dazu gebaut, um unter den Feinden Angst und Schrecken zu verbreiten. Wo die Spezialeinheiten der „Task Force 42“ und „Task Force 444“ nicht mehr hingelangen, ist der Engel des Todes angesagt.

12 Mann Besatzung, vom Piloten über den Navigator und den Bordschützen, bilden die Einheit der fliegenden Kampfmaschine. Für weitere geballte Feuerkraft sorgen zwei 20 mm Vulkan-Schnellfeuerkanonen, die mit einer Feuerkraft von 7 200 Schuss pro Minute ihre Ziele nahezu umpflügen. Mit Schaufeln müssen die Soldaten die Patronen wegschaffen, um Freiraum zu bekommen. Fotos vom Todesengel ansehen.

von Martin Richard Schmitt