Der Schweinegrippe-Song: "Kein Schwein steckt mich an"

Royal Melbourne Show 2009 Continues

Ein neues Lied vom Schweizer Tenor Leo Wundergut über die Schweinegrippe.

Er trifft mit seinem Song ziemlich genau den Nerv der Zeit. Die Schweinegrippe ist das Gesprächsthema Nummer 1. Dennoch: Sollte man über eine tödliche Krankheit wie die Schweinegrippe singen dürfen?

Leo Wundergut behauptet, er werbe damit für einen „stinvollen Umgang mit Schutzimpfungen und Nebenwirkungen“. Gesungen wird über Impfstoffe, Mundschutz, Hygiene und die Pandemie. Angelehnt wurde das Lied dabei an Max Raabes „Kein Schwein ruft mich an“, der Clip ist ensprechend im Stil der Zwanziger.

Stilvoll auf eine Pandemie zu reagieren ist nicht einfach, doch laut Wundergut bräuchte man nur Humor: „Ich werde doch nicht krank, […] verstecke mich im Schrank“, er singt weiter „Die Pandemie soll weiterziehen, nach Warschau, Stockholm oder Wien“. Für mich klingt das ein bisschen nach ironischer Kritik der ganzen Panikmache. Zweifelslos ist sein Ton jedoch übertrieben; man bedenke, wie viele Menschen der Schweinegrippe schon zum Opfer gefallen sind.

Jeder kann es natürlich anders interpretieren, doch sein Aufruf zum Humor ist eindeutig. Ist es also moralisch vertretbar, sich über den Tod lustig zu machen, denn das ist es, was er eigentlich fordert. Meiner Meinung nach darf man es nur unter der Voraussetzung, dass man selbst davon betroffen ist. Andernfalls macht man sich über das Unglück anderer lustig.


Autor:

Mark

Tags:

Schweinegrippe Lied, Schweinegrippe Song, Schweinegrippe Leo Schweizer

Quelle:

bild.de