Deutsche Bank in den USA unter Betrugsverdacht

TDeutsche Bank in den USA unter Betrugsverdacht

Der Generalstaatsanwalt von New York, Andrew Cuomo, hat eine Untersuchung gegen acht Groβbanken wegen Manipulation eingeleitet, darunter auch gegen das gröβte deutsche Finanzunternehmen, die Deutsche Bank. Ziel der Banken war es auf Grund gefälschter Daten bei den Ratingagenturen bessere Bewertungen zu erzielen.
Laut einem Bericht der amerikanischen Zeitung “ New York Times” sollen die Bankenhäuser auf diese Weise versucht haben günstigere Bewertungen für ihre Hypotheken-Geschäfte zu erhalten.

Gerade jetzt kommt diese Nachricht für die Ratingagenturen ziemlich unpassend, da sie schwer in der Kritik der europäischen Politiker stehen. Nicht zu Unrecht wie es scheint, denn die Ratingagenturen haben schon mehrfach vor und seit dem Ausbruch der Finanzkrise schlechte Hypothekenpapiere zu gut bewertet und somit Anleger um ihr Geld gebracht. Für die Turbulenzen an den Märkten sind laut der Ansicht von Luxembourgs Premier Jean-Claude Junker vor allem die Ratingagenturen verantwortlich. Durch die Abstufung einzelner Länder durch die Agenturen kam es zu Unsicherheiten auf dem Geldmarkt.
Mit Abwerbungen von Mitarbeitern der Ratingagenturen durch die Banken versuchten diese sich ebenfalls Vorteile zu verschaffen. Ein Beispiel dafür ist Shin Yukawa, der im Jahr 2006 für ein Gehalt von mehreren Millionen Dollar von Fitch Ratings zu Goldman Sachs wechselte. Überdies sollen sich die Banken Zugang zu den Berechnungsformeln der Ratingagenturen verschafft haben, um die Bewertungen zu manipulieren.

Gleich sieben weltweit operierende Geldhäuser neben der Deutschen Bank stehen auf der Untersuchungsliste der Staatsanwaltschaft darunter: Goldman Sachs, Morgan Stanley, UBS, Citigroup, Credit Suisse, Crédit Agricole und Merrill Lynch. Bei den hinters Licht geführten Ratingagenturen handelt es sich um Standard & Poor’s, Fitch und Moody’s.
Auf Grund der getürkten Bewertungen seien Anleger zum Kauf der Papiere verführt worden, so die New York Times.

von Martin Richard Schmitt