Deutsche und holländische Einheiten entwaffnen Piraten vor Somalia

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Ein Boot der holländischen Kriegsmarine hat 12 Piraten vor der somalischen Küste entwaffnet und gefangengenommen. Das war heute aus dem Verteidigungsministerium der Niederlande zu erfahren. Ein Aufklärungsflugzeug der deutschen Luftwaffe hat bei einem Einsatz zwei Schnellboote ausgemacht, und die Meldung an eine holländische Fregatte übermittelt, die sich daraufhin sofort in die angegebene Richtung in Bewegung setzte.

Die Piraten nährten sich dem Kriegsschiff in dem Glauben es handele sich hierbei um ein Handelsschiff. Nachdem sie ihr Fehlurteil bemerkt hatten, setzten sie zur Flucht an. Doch die holländische Fregatte Tromp zwang die Piraten mit ein paar Warnschüssen zum Stoppen. Die holländischen Marinesoldaten zerstörten die beiden Schnellboote und setzten die Piraten auf kleinen Booten mit genügend Proviant aus.
In den vergangenen Wochen hat die Fregatte Tromp laut Berichten aus dem Hauptquartier der holländischen Marine 32 Piraten gestellt. Die Fregatte wurde im Jahr 2003 in Dienst gestellt und gehört zur ultramodernen De Zeven Provincien-Klasse, die speziell für die Luftabwehr ausgerichtet ist.
Seit dem Jahr 2008 läuft die Operation Atalanta in den Gewässern vor Somalia, die sich gegen die Piraten richtet. Die Operation wurde auf das Betreiben der EU hin in Gang gesetzt. Beteiligt an der Operation sind die europäischen Staaten Deutschland, Belgien, Spanien, Frankreich, Griechenland, Italien, Niederlande, Luxenburg und Schweden. Überdies patroullieren auch russische Einheiten in der Region. Eine weitere Einheit, die aktiv im Kampf gegen die Piraten vor Somalia mitmischt ist eine Koalition aus 16 Mitgliedsstaaten der UNO. Unter dem Namen Ocean Shield versuchen die Truppen seit 2009 die Gewässer vor Somalia von den Piraten zu säubern.

Quelle: actualidad.rt.com

von Martin Richard Schmitt