Deutschlands neue Tennishoffnungen

Deutschland neue Tennishoffnungen

Gleich zwei deutsche Tennisspieler konnten in der zurück liegenden Woche positive Schlagzeilen schreiben. Während Florian Mayer beim German Open bis ins Halbfinale vordrang, holte sich Julia Görges sogar den ersten großen Titel.

Die 21-jährige könnte die neue deutsche Tennishoffnung werden. Nach Steffi Graf war es bisher keiner Spielerin gelungen, in die Weltspitze des Damentennis einzudringen. Anna-Lena Grönefeld und Sabine Lisicki deuteten in den letzten Monaten ihre Klasse immer wieder an, ihnen fehlte zuletzt aber der große Punch. Andrea Petkovic und Angelique Kerber sind die einzigen Damen in den Top 50 der Weltrangliste.

Mit ihrem Sieg im österreichischen Bad Gastein schließt auch Görges erstmals in diese Sphären auf. Doch die Bad Oldesloerin will mehr und bringt alle Voraussetzungen mit.

Das bewies sie auch gestern im Finale. Nachdem sie am Vormittag in ihrem verlegten Halbfinale noch Alize Cornet geschlagen hatte (es war ihr erster Halbfinalsieg im fünften Anlauf), ließ sie im Finale der an Nummer zwei gesetzten Timea Bacsinszky keine Chance. Mit 6:1 und 6:4 holte sie sich den ersten Einzeltitel auf der WTA-Tour.

Das dürfte ihr in den kommenden Wochen weiteren Auftrieb verleihen. Nach ihrem Doppelsieg 2009 in Portoroz, hat sie in Bad Gastein ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht. Das Ende der Karriere soll dieser Sieg für die talentierte 21-jährige nicht gewesen sein.

Ebenfalls viel vor hat Florian Mayer. Der 26-jährige vertrat die deutschen Farben beim German Open in Hamburg prächtig. Mit mitreißenden Partien zog der Bayreuther bis ins Halbfinale ein. Dort musste er sich jedoch dem späteren Gewinner Andrey Golubew geschlagen geben. Zuvor hatte er schon überraschend Cuevas, Gonzalez und Ferrero besiegt. Zu seinem ersten Titel fehlte nicht viel.

Das hat ihm Görges nun voraus. Trotzdem war es auch für Mayer eine starke Woche und Tennisdeutschland darf sich hoffentlich auf weitere couragierte Auftritte des Duos freuen.

Quelle: tennis.de

von Andre Gierke