DFB geht gegen Randalierer vor

Mit den härtesten Vereinsstrafen in ihrer Geschichte hat der Deutsche Fußball Bund (DFB) drei Bundesligisten in dieser Woche bestraft. Heute tagte das Sportgericht am dritten Tag in Folge. Dabei ging es am Mittwoch um die Ausschreitungen in der Partie zwischen Hertha BSC Berlin und 1. FC Nürnberg (1:2). Nach Spielschluss hatten Berliner Anhänger das Spielfeld gestürmt und Trainerbänke demoliert.

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Dafür erhielt der abstiegsbedrohte Hauptstadtklub nun seine offizielle Strafe. Wie der DFB verkündete, muss Berlin die Kapazität gegen den VfB Stuttgart auf 25.000 Berliner Zuschauer beschränken. Die Ostkurve wird komplett geschlossen. Normalerweise passen 74.500 Anhänger in das Olympiastadion. Der finanzielle Schaden für Hertha BSC beläuft sich damit auf 350.000 Euro.

Anfang der Woche hatte das DFB-Sportgericht schon zwei harte Strafen erteilt. Der 1. FC Köln erhält keine Karten für den Gästeblock bei der Partie bei der TSG 1899 Hoffenheim. Den finanziellen Ausfall der Tickets muss Köln genauso zahlen, wie eine Strafe von 30.000 Euro. Der 1. FC Nürnberg darf für die Auswärtsspiele in Freiburg und Hamburg keine Stehplatzkarten verkaufen und muss zudem rund 100.000 Euro an Schadenersatz begleichen. Beide Fangruppen hatten wiederholt pyrotechnisches Material in Stadien gezündet.

Der DFB greift nach den vermehrten Ausschreitungen in der Bundesliga konsequent durch, um weitere Straftaten im Keim zu ersticken.

Quelle: Hertha BSC

von Andre Gierke