Die Aschewolke kommt zurück und behindert den Luftverkehr

Die Aschewolke kommt zurück und behindert Luftverkehr

Die Aschewolke, die seit dem Ausbruch des isländischen Vulkans Ejafjallajökull den Luftverkehr zeitweise über dem europäischen Himmel vollständig zum Erliegen gebracht hatte, sorgt weiter für Beeinträchtigungen in der Luftfahrt. Besonders der westliche Teil Europas leidet erneut unter der Wolke.

Schon am gestrigen Samstag hatte es in Deutschland Flugstreichungen wegen der Sperrung des Luftraumes über Spanien gegeben. Zwar wurden dort die meisten Flughäfen wieder geöffnet, doch bleiben einige im Nordwesten des Landes, sowie die italienischen Flughäfen in Pisa und Florenz bis auf Weiteres geschlossen. Ebenfalls betroffen sind die Flughäfen in Mailand, hier vielen allein 300 Flüge aus, und die Flughäfen in Rom und Turin.

Für den Luftraum über Frankreich, der Schweiz und dem Norden von Portugal bestehen ebenfalls schon Warnungen. In Paris wurden heute morgen 30 Flüge mit Ziel Italien oder Portugal gestrichen.
Die britische Billigairline Easyjet hat in Nizza 20 Flüge in Richtung Großbritannien, Irland, Dänemark und in die Schweiz gestrichen. Dort wird für die kommende Woche wegen der Filmfestspiele das Eintreffen zahlreicher Prominenter erwartet.

Am Frankfurter Flughafen wurden laut der Betreibergesellschaft Fraport heute bislang 11 Abflüge und 15 Landungen gestrichen.
Zu Verspätungen und längeren Wartezeiten kam es überdies auf den Nordatlantik-Strecken, da die Maschinen Umwege in Kauf nehmen mussten.

Der Luftraum über dem Süden von Deutschland ist wegen einer bisher nur leichten Kontaminierung noch geöffnet. In England muss aufgrund der Vorhersagen der Meteorologen für die gesamte kommende Woche mit Komplikationen im Luftverkehr gerechnet werden. Gestrichen hat die chinesische Airline Air China nach eigenen Angaben ihre Flüge  in Richtung Sao Paulo mit den Zwischenstopps in Madrid und Mailand.

Laut den Geologen hat sich die Aktivität des Vulkans Ejafjallajökull in den vergangenen Tagen wieder gesteigert, ob es allerdings zu einem erneuten Ausbruch kommen wird, steht derzeit noch nicht fest.

von Martin Richard Schmitt