Die Erde geht auf eine “Mini”-Eiszeit zu

Forscher am Geophysischen Institut der Universidad Nacional Autónoma de México (UNAM) sehen ab 2010 für die kommenden 60 bis 80 Jahre das Herankommen einer kleinen Eiszeit voraus. Die Experten gehen davon aus, dass sich die Temperaturen im Schnitt um 0,2 Grad absenken werden. Die Ursachen dieser Eiszeit gehen laut den Forschern auf eine verminderte Sonnenaktivität zurück, die mit gewissen Konsequenzen verbunden ist, auf die sich der Mensch einstellen muss.

Trotzdem wird die Abkühlung nicht die globale Erderwärmung kompensieren, die auf den Klimawandel zurückzuführen ist, der zum gröβten Teil durch den Menschen hervorgerufen wurde. Die Theorie der Untersuchung basiert auf einem Modell, das die Verbindung zwischen minimaler und maximaler Sonnenaktivität mit der Erderwärmung und der Erdabkühlung in Relation setzt. Die Forscher konzentrieren sich dabei speziell auf die Perioden während der Eis- und Zwischeneiszeiten. Trotz dass die Gründe für viele Perioden unerklärlich bleiben, lässt sich anhand dieses Modells zeigen, was passiert war, was gerade passiert und was in den kommenden Jahrzehnten, und womöglich Jahrhunderten passieren wird.

Gemäß dieser Theorie ist das Abkühlen der Erdtemperatur nichts mehr als ein natürlicher Zyklus, der auf eine verminderte Sonnenaktivität zurückzuführen ist, wie sie alle 120 Jahre in Erscheinung tritt.

In diesen Berechnung treten ferner Beobachtungen und Messungen über Vulkanaktivitäten oder die Beeinflussung durch den Menschen auf. Festzustellen bleibt, dass die Sonne immer noch den gröβten Einfluss auf die Erdtemperaturen und das Klima ausübt.

In den vergangenen 80 und 90er Jahren wurden auf Grund einer maximalen Sonnenaktivität während der letzten 300 Jahre die höchsten Temperaturen registriert. Seit dem Jahr 2005 tritt die Sonne in eine Übergangsphase, die etwa 10 bis 15 Jahre dauern wird. Nichtsdestotrotz werden schon ab 2010 je nach geographischer Lage Teile der Erde in eine Periode der Eiszeit eintauchen. Diese wird in Verbindung mit Dürreperioden und Überschwemmungen stehen.

Überdies hat sich herausgestellt, dass eine groβe Relevanz zwischen Temperaturabfall und Pandemien besteht. Im 6. Jahrhundert trat mit einer kleinen Eiszeit die Beulenpest in Erscheinung, im16. Jahrhundert, einer weiteren Eiszeit, waren es die Pocken. Andere Pandemien wie 1918-1919 (Spanische Grippe), 1958-1959 (Asiatische Grippe) und 1968-1969 (Hong Kong Grippe), gingen ebenfalls mit Erdabkühlungen einher.

Quelle: ar.news.yahoo.com

von Martin Richard Schmitt