Die Fußball-WM in Südafrika ist auch ein Segen für die deutsche Wirtschaft

Die Fußball-WM in Südafrika ist auch ein Segen für die deutsche Wirtschaft

Es dauert nicht mehr lange, dann wird angepfiffen. Am 11. Juni startet die Fußball-WM in Südafrika im Soccer-City-Stadion von Johannesburg. Nicht nur die Fußball-Fans in aller Welt jubeln, sondern auch viele deutsche Unternehmen. Der Afrika-Referatsleiter beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK), Heiko Schwiderowski spricht in dem Zusammenhang von einem „Big Deal“ für die deutsche Wirtschaft, denn von den insgesamt drei Milliarden Euro, die Südafrika für Investitionen rund um die WM investiert hat, fließen rund 1,5 Milliarden Euro, so der DIHK-Experte, in das Auftragsvolumen deutscher Firmen.

Durch diese WM werden also die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Südafrika und Deutschland wieder belebt. Diese waren laut dem Statistischen Bundesamt im Krisenjahr 2009 um 25 Prozent eingebrochen.

Besonders das Hamburger Architektenbüro Gerkan, Marg und Partner ist groß im Geschäft in Südafrika. Sie konzipierten mehrere Stadionneubauten, so in Port Elizabeth, in Kapstadt und in Durban. Weitere deutsche Unternehmen machen als Zulieferer von sich reden. So hat Thiele Glas ungefähr 38.000 Quadratmeter Verbundglas geliefert, das für das Dach der Green-Point-Arene in Kapstadt benötigt wurde. Daneben haben noch Osram für die Lichttechnik in den Stadien, MAN und Daimler für die Lieferung von 1000 Bussen für den Fantransport, Aufträge erhalten.

Nicht nur große Unternehmen wurden bei der Auftragsvergabe berücksichtigt auch viele kleine und mittelständische Unternehmen und die Marine bekamen Aufträge.

von Sandra Reinfeld