Drama im Golf von Mexiko: Kein Ende in Sicht!

Drama im Golf von Mexiko: Kein Ende in Sicht!

MEXIKO – Es ist immer noch kein Ende in Sicht. Der Ölkonzern BP bekommt die Ölpest im Golf von Mexiko einfach nicht in den Griff. Alle Versuche, das Bohrloch zu verschließen, sind bisher gescheitert.

Wie Spiegel Online berichtet, plant der US-Kongress als Konsequenz aus der Ölkatastrophe eine erhebliche Erhöhung der Ölsteuer. Das zusätzliche Geld soll dann in einen Wasserreinigung-Fonds fließen. Die Pläne des US-Kongresses sehen vor, dass das Barrel Öl zukünftig 32 Cent kosten würde. Das wäre eine Vervierfachung der bisherigen Ölsteuer. Man erhofft sich dadurch eine zusätzliche Einnahme in zehn Jahren von ungefähr elf Milliarden Dollar.

Die BP indes gerät immer mehr unter Druck. Zuerst hagelte es Attacken der US-Regierung am Konzern. Mittlerweile werden auch die Aktionäre des Energieriesen immer ungeduldiger. In einer am Montag veröffentlichen Klageschrift heißt es: „Das Deepwater-Desaster hat für BP und seine Tochtergesellschaften finanzielle Konsequenzen, die sich auf Milliarden Dollar belaufen. Diese beinhalten die Haftung für den Schaden an Eigentum, kommerziellen Interessen und an der Tierwelt. Angestrengt hatten dieses Gerichtsverfahren der Privatinvestor Robert Freedman und die Verkehrsbetriebsgesellschaft Southeastern Pennsylvania Transportation Authority (SEPTA).

Zur Erinnerung: Seit dem 20. April, nachdem eine Explosion auf einer von BP genutzten Bohrinsel ein Leck am Meeresgrund verursacht hatte, sind mehr als 23.000 Tonnen Öl ins Meer gelaufen. Einige Experten schätzen sogar, dass die doppelte Menge Öl ins Meer gelangt ist.

von Sandra Reinfeld