Ein Ende der Ölpest im Golf von Mexiko ist nicht in Sicht!

Immer noch keine guten Nachrichten von der Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko. Mittlerweile treib der Ölteppich immer schneller auf Amerikas Küste zu. Nicht nur dass das Öl fünfmal schneller ins Meer strömt, als vorher gedacht, nun haben sich die Windverhältnisse so ungünstig verändert, dass die Arbeit der Retter möglicherweise umsonst war.

Nachdem Janet Napolitano, Heimatschutzministerin, diesen Unfall schon als eine Katastrophe von „nationaler Bedeutung“ bezeichnet hat, will Präsident Obama nun mit „allen Mitteln“ den Ölteppich bekämpfen – notfalls auch mit militärischer Hilfe.

Nach Informationen des SPIEGEL strömen immer noch täglich ungefähr 800.000 Liter Öl ins Meer. Wie Louisianas Gouverneur Bobby Jindal angab, treibt der Wind einen Teil des 160 Kilometer langen und rund 72 Kilometer breiten Ölteppichs auf die Küste von Louisiana zu. Jindal sagte dazu: „Wir erwarten, dass das Tierschutzgebiet Pass-A-Loutre noch am Donnerstag von dem Ölteppich erreicht wird“. Und schon am Freitag könnte das Mississippi-River-Delta von den Ölmassen verseucht sein. Damit macht auch das gezielte Abbrennen des Ölteppichs keinen Sinn mehr. Man hatte gehofft, dadurch die vielen in dem Naturparadies beheimateten Tiere vor dem Öl zu retten. Charlie Henry von der staatlichen Ozean- und Klimabehörde (NOAA) geht sogar noch weiter und hält eine Reinigungsaktion für praktisch unmöglich. Ein Ende der Ölpest ist noch lange nicht in Sicht!

von Sandra Reinfeld