Musikindustrie klagt über mangelnde Absätze: Sind Eminem und Drake die Retter?

Musikindustrie klagt über mangelnden Absätze: Sind Eminem und Drake die Retter?Mit dem siebten und neusten Album von Eminem, das heute einen Tag früher als geplant auf den amerikanischen Markt kommt, hofft die Musikindustrie aus ihrem Absatzloch herauszukommen. Durch den Verkauf von Drakes Album “Thank me Later”erwartet man sich ähnlich positive Wirkungen.

Eher gilt es aber als wahrscheinlich, dass die Verkaufszahlen in der Branche weiter sinken. Seit Anfang des Jahres musste die Musikbranche mit 130 Millionen verkauften Kopien 11 % weniger Absatz verbuchen als im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres. Ebenfalls düster sieht es mit dem Kartenverkauf bei den Tourneen aus. Die Fans halten sich wegen der hohen Eintrittspreise und der unsicheren Wirtschaftslage weitgehendst zurück. Rückgängig sind auch die Umsatzahlen der bezahlten Musik-Downloads.

Obwohl die Musikindustrie ihre Zukunft im digitalen Bereich sieht, kann sie auf die CD´s nicht verzichten, machen diese doch noch 70 Prozent des Umsatzes aus. Wenn die Zahlen der Downloads auch derzeit noch keine groβe Relevanzen für die Musikbranche haben, so wird sich das nach Meinungen von Analysten jedoch bald ändern.

Laut Nielsen SoundScan wurden in der letzten Maiwoche diesen Jahres gerade einmal knapp 5 Millionen Kopien verkauft. Das ist das schlechteste Verkaufsergebnis seit den 70er Jahren. Der Rekord stammt aus dem Jahr 2000. Im Dezember diesen Jahres brachte die Branche allein in einer Woche über 45 Millionen Kopien an den Mann.

Jetzt schaut alles auf Eminem. Der Rapper soll mit seinem neuen Album Recovery die Löcher stopfen. Ob die Fans ihm seinen kürzlichen Gesinnungswandel jedoch abnehmen, wird die Zukunft zeigen.

von Martin Richard Schmitt