England: Verbot für Homöopathie? – Gesundheit

Homöopathie hat Geld zum Fenster rausgeworfen

Homöopatische Arztnei Oscillococcinum

© YvesL / Wikipedia

London – Britische Parlamentarier forden Schluss mit der Verschwendung von öffentlichen Geldern für die Homöopathie.

Placeboeffekt findet keine Befürwortung bei englischen Politikern. So zumindest argumentieren die britischen Parlamentarier, diese fordern endlich Schluss zu machen mit dem Verschwenden von öffentlichen Geldern für die Homöopathie.

Es fehle dieser an einer wissenschaftlichen Basis, und laut einer Studie habe die Behandlung mit homöopathischen Mitteln nicht mehr als ein Placeboeffekt. Jeder noch so positive Effekt bei der Behandlung mit homöopathischen Mitteln ist einzig und allein auf den Glauben des Patienten in eine erfolgreiche Behandlung verbunden. Überdies werde von den Parlamentariern die Lizenzen der Homöopathen in Frage gestellt.

Allerdings treffen die Politiker bei den Befürwortern und den Herstellern auf große Gegenwehr. Diese berufen sich auf die eindeutigen positiven Beweise der homöopathischen Anwendungen und Behandlungen. Viele schmerzvolle und langwierige Krankeiten lassen sich laut ihren Aussagen damit erfolgreich bekämpfen. Immerhin kann die Homöopathie schon auf eine Geschichte von 200 Jahren zurückblicken.
Durch einen mehrmaligen Verdünnungsprozess werden die verwendeten Substanzen soweit verringert, dass der Ausgangsstoff vielfach gar nicht mehr nachweisbar ist. Für die Parlamentarier sind die „Kügelchen“ jedoch nichts als Zuckerpillen, die nur auf Grund des Glaubens in sie funktionieren. Fernerleide laut ihrer Ansicht langfristig das Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient. Ein öffentliches Gesundheitssystem dürfe ihrer Meinung nach nicht solche Medikamente und Behandlungen finanzieren.

Wie immer steckt auch das Geld dahinter, denn in Großbritanien so schätzt man, werden alljährlich 6 Millionen Dollar in die Homöopathie und in vier Kliniken in den Städten London, Bristol, Liverpool und Glasgow investiert. In England selbst ist die Nachfrage nach homöopathischen Behandlungen groß, und 70 % der Befragten einer Studie gaben zu mit den Ergebnissen einer Behandlung zufrieden zu sein. Führende Köpfe aus der Herstellerzunft zeigten sich enttäuscht über die Haltung der Politiker. Für sie gibt es eindeutige Beweise, dass die Homöopathie keinen Placeboeffekt hat, sondern wirklich funktioniert.

In Deutschland zahlen die Privaten Krankenkassen für homöopathische Behandlungen bei Ärzten, und dass, obwohl bisher kein wissenschaftlicher Beweis dafür gefunden wurde, dass die Homöopathie besser wirkt als Placebopillen.

Autor: Quelle(n): Themen:

Martin

BBC CO UK

Homöopathie, Medizin, Krankenkassen, Gesundheit

von Martin Richard Schmitt