Europa steckt in einer Krise – Was passiert jetzt?

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EUROPA –  Europa befindet sich derzeit in seiner schwierigsten Phase seit seiner Gründung vor 50 Jahren. Dazu tragen auch charismalose Politiker bei, die wichtige Schlüsselpositionen innehaben. Schlimmer ist jedoch die derzeitige Krise in Griechenland, die wenig uneinheitlich angegangen wird, selbst der Ausschluss Griechenlands aus der Europäischen Union wurde von deutschen Kanzlerin Angela Merkel in Betracht gezogen. Andere Länder wie Spanien, Portugal und Italien stehen den Griechen mit ihren Wirtschaftsproblemen nicht viel nach.

Zwar liegen Pläne über eine Rettung Griechenlands vor, doch konkrete Zahlen werden keine genannt. Von 20 Milliarden Euro ist die Rede, die bis Mai zur Verfügung stehen müssen, um die Zahlungsunfähigkeit Griechenlands zu verhindern. Das extrem komplexe Gebilde der EU, das aus einst sechs Gründungsstaaten auf heute 27 wenig homogene Mitgliedsstaaten herangewachsen ist, ist zwar in seiner Gesamtheit eine wirtschafltiche Macht, doch viele ehemalige bedeutende Länder in der Weltwirtschaft sind nur noch Mitläufer, bestensfalls Antreiber in der EU. Eine Situation, mit der vor allem Länder wie England, Deutschland oder Frankreich erst umzugehen lernen müssen.
Der Koloss EU ist einfach zu aufgebläht, behäbig, wenig entschlussfreudig und flexibel. Kurzfristig auf den Markt geworfene Wirtschaftsprogramme zielen kaum auf die wahren Probleme ab. Trotz der Schaffung neuer Posten, die die EU nach Auβen und Innen hin stärken sollte, wurden diese mit wenig geeigneten Personen besetzt. Die Schacherei um die besten Plätze in deren Gefolge liess nicht lange auf sich warten. Die alten Gegensätze zwischen den wichtigsten Mächten brachen wieder hervor.

Griechenland hatte plötzlich ein selbstverschuldetes Haushaltsdefizt von 12,7 % (3 % sind zulässig) und niemand hatte ein Rezept. Wirtschaftsexperten werfen der Europäischen Union in Brüssel vor, zwar über eine Einheitswährung zu verfügen, jedoch keine einheitliche Geldpolitik zu betreiben. Was fehlt ist eine gemeinsame Integrations- und Wirtschaftspolitik, die die Währung langfristig stützt. Das Beispiel Griechenland zeigt eindeutig die Lücken in der EU.
Doch die EU hat auch ehemaligen unterentwickeltere Nationen wie Spanien und Portugal zu neuem Glanz verholfen, den Kalten Krieg und Wirtschaftskrisen überstanden. Mit einer weiteren Expansion solle jedoch Schluss sein. Das erste Ziel der EU sollte sein mit geeigneten Mitteln zu alter Stärke zurückzufinden.

Quelle: www.bbc.co.uk

von Martin Richard Schmitt