Facebook-Gründer Mark Zuckerberg gesteht Irrtümer – Konkurrenz zieht Nutzen

Facebook Hosts Conference On Future Of Social Technologies

Der Gründer des sozialen Netzwerkes Facebook, Mark Zuckerberg, hat am Wochenende eine Menge Fehler eingestanden. Zu schnell sei das Netzwerk auf die gigantische Zahl von 400 Millionen Nutzern geschossen, wobei die Lösungen der Probleme in Verbindung mit  der Privatsphäre und der Sicherheitsfrage nicht mithalten konnten. Zuckerberg hofft, dass in den kommenden Wochen diese Probleme zur Zufriedenheit der User behoben werden können. Der 26-Jährige Zuckerberg schrieb diese Zeilen in einer E-Mail an den einflussreichen Blogger Robert Scoble im kalifornischen Silicon Valley. Er gibt weiter an, dass das “Ziel nicht erreicht“ wurde.

Facebook hat seinen Angaben zufolge zu viel in das Feintuning bei den Einstellungen der Privatsphäre investiert, doch das sei scheinbar nicht das, worauf die User Wert legen.

In einem Beitrag, der in der “Washington Post” erschien, legt Zuckerberg ferner dar, dass in Zukunft keine Nutzerdaten mehr öffentlich zugänglich sein werden oder an Dritte weitergegeben werden. Wegen diesem Sachverhalt musste sich der Facebook-Chef von Seiten der Medien und Nutzer in den vergangenen Wochen starke Kritiken gefallen lassen.

Mit den Veränderungen nimmt Facebook jedoch die Abwanderung einiger Benutzer in Kauf. Von einer User-Gemeinschaft wurde schon eine Gruppe zum Verlassen von Facebook am 31. Mai gegründet. Bisher haben über 13 000 User die Absicht geäuβert an besagtem Tag ihr Konto bei Facebook auflösen zu wollen.

Während Facebook einen Aderlass zu verzeichnen hat, ziehen andere Netzwerke, wie Twitter, Bebo, Friendster oder Myspace einen Nutzen daraus oder halten zumindest ihre Quoten auf dem gleichen Nivel.
Ein ganz neues Netzwerk, das erst kürzlich von ein paar Studenten an der Universität von New York aufgebaut wurde, verspricht ein ganz offenes Verhältnis ohne Kodierung. Diaspora setzt dabei auf die Eigenverantwortung der Nutzer. In nur einer Woche haben die Gründer von Diaspora Investitionsversprechen in einer Höhe von 175 000 US-Dollar erhalten. Kurz zuvor mussten sie noch um einen 10 000 Dollar-Kredit betteln. Einer der Gründer von Diaspora, Marx Salzberg, versichert, dass es nicht gegen Facebook direkt gehe, sondern eher darum, die zentralisierte Kontrolle über die persönlichen Daten wieder zu erlangen.

Noch ist allerdings nicht ganz klar wie weit Diaspora gelingen kann. Das Netzwerk steckt noch in den Anfängen und hat noch zahlreiche Probleme zu lösen.

von Martin Richard Schmitt