Facebook-Konkurrent „Diaspora“ startet am 15. September

PALO ALTO, CA - AUGUST 18: Facebook employees write on the Facebook 'wall' following a news conference at Facebook headquarters August 18, 2010 in Palo Alto, California. Facebook founder and CEO Mark Zuckerberg announced the launch of Facebook Places, a new application that allows Facebook users to document places they have visited. (Photo by Justin Sullivan/Getty Images)Schon vor längerer Zeit war der Start des sozialen Netzwerkes Diaspora von den Machern ankündigt worden. Jetzt ist klar, am 15. September geht die Seite offiziell ins Netz.

Anlass für die Gründung von Diaspora waren die Streitereien um die Datensicherheit der Mitglieder in Facebook. Das bekannteste aller Online-Netzwerke hat zwar nachgebessert, doch bietet Facebook immer noch eine ziemlich löcherige Privatsphäre.

Vier New Yorker Studenten missfiel der Facebook-Trouble so, dass sie sich entschlossen hatten eine Alternative zu Facebook zu schaffen. Die Köpfe hinter Diaspora sind Ilya Zhitomirskiy (20), Dan Grippi (21), Max Salzberg (22) und Raphael Sofaer (19).

Doch ganz zu Anfang schien die Sache wegen des Geldmangels nicht so ganz ins Laufen zu geraten. Es mussten rund 10 000 Dollar aufgebracht werden, um das Projekt umzusetzen. Mit der Zeit allerdings übertrafen die Spenden die Erwartungen der vier Studenten bei weitem. 200 000 Dollar kamen in kürzester Zeit zusammen, selbst Mark Zuckerberg, der Gründer von Facebook, hat gespendet.

Das Anti-Facebook oder auch Anti-Red Diaspora funktioniert nach dem „peer to peer“-Prinzip, wobei jedes Mitglied über seine eigenen Daten die vollständige Kontrolle behält. Ein zentraler Server wie bei Facebook ist somit nicht mehr notwendig. Ferner werden die Daten mit dem freien Kryptographiesystem GPG verschlüsselt, was eine zusätzliche Datensicherheit gewährleisten soll.

Ob Diaspora den alteingesessenen Branchenkönigen Twitter und Facebook den Rang ablaufen kann bleibt abzuwarten, doch bekanntlich ist das Netz schnelllebig und die Nutzer immer auf Innovationen aus.

Quelle: terra.com

von Martin Richard Schmitt