Facebook: Mark Zuckerberg will das Web sozialer machen

Facebook Hosts Conference On Future Of Social Technologies

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg will das Web sozialer machen

Auf der hauseigenen Entwicklerkonferenz des Internet-Konzerns Facebook teilte der 25-jährige Facebook-Gründer Mark Zuckerberg mit, dass er das Web sozialer machen will. Erst kürzlich führte Facebook zur Verwunderung vieler User die Funktion „Gefällt mir“ ein, was im Englischen „Like“ heißen würde. Zuckerberg geht davon aus, dass zukünftig alle wichtigen Internetseiten diesen „Like“-Button sowie Facebook-Connect auf ihren Seiten eingebunden haben werden. Damit müsste man sich nicht bei unzähligen Seiten anmelden um zum Beispiel seine Meinung zu verbreiten.

Die neue Idee stellt aber auch ein Problem da. Facebook ist seit kurzem negativ in die Schlagzeilen gelandet, da Firmen die Informationen der User nicht mehr innerhalb von 24 Stunden löschen müssen, sondern diese so gesehen für immer aufgewahren können. Außerdem steht Facebook schon seit Längerem im Visier der Datenschützer. Man gehe davon aus, dass Facebook nicht den europäischen Richtlinien für Datenschutz entspricht. Grund für die Anschuldigungen ist die schwer verständliche Datenschutzerklärung von Facebook. So stellt diese in den Raum, wie die Informationen der Facebook-User behandelt werden. Ganz abgesehen von dem Ganzen, ist es praktisch unausweichlich, dass der Internet-User immer durchsichtiger wird. Dies zu verhindern ist aber eine Sache der Politik. Keiner schreibt nämlich vor, dass man Facebook benutzen muss, es ist schlicht eine freiwillige Entscheidung und mit der Nutzung erkennt man die jeweiligen AGB’s an. Aus diesen Gründen trifft Facebook, was den Datenschutz angeht, nicht die Schuld.

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Sicherlich muss Facebook auch sicherstellen, dass Angreifer nicht zu leicht an die Informationen der Nutzer kommen bzw. gar nicht an diese kommen. Nutzern, die sich über ihre Daten sorgen machen, den sei geraten Facebook entweder gar nicht zu nutzen oder behutsam mit den Daten umzugehen. Nackt- oder Partyfotos sollten nicht auf Facebook hochgeladen werden, dann braucht man sich auch nicht zu wundern, dass plötzlich eine Kündigung auf dem Tisch liegt oder Ähnliches. Sensible Daten sollten in jeden Fall nur an Freunde weitergegeben werden.

So viel zum Datenschutz. Ob sich dieses Mal Zuckerberg nur was erträumt lässt sich nur schwer sagen. Sicherlich werden sich die Unternehmen den Effekt des Social Marketing nicht entgehen lassen, daraus lässt sich dann schlussfolgern, dass in Zukunft möglicherweise wirklich alle wichtigen Webseiten mit Facebook-Connect ausgestattet sein werden. Ein weiteres Indiz ist dafür, dass sich Facebook in Hinsicht auf das Traffic-Aufkommen nur knapp hinter Google befindet (Quelle: Alexa.com).