Fachkräftemangel: Eine „Chance für ältere Beschäftigte“?

Fachkräftemangel: Eine Chance für ältere Beschäftigte?Ein Thema beschäftigt die Deutschen momentan besonders: Der drohende Fachkräftemangel und welche Lösungen es gibt. Die Familienministerin Kristina Schröder hat sich diesem Problem auch angenommen und sieht den Fachkräftemangel unter anderem als „Chance für ältere Beschäftigte“.

Besonders die Arbeitnehmer, die älter als 50 Jahre alt sind, gehören noch nicht zum alten Eisen. Für die Familienministerin ist es „absurd“, dass 50-Jährige bereits als „Ältere“ bezeichnet werden. Sie sagte dazu: „Auch deswegen, weil die heute 50-Jährigen so anders sind als die 50-Jährigen in den Generationen zuvor.“ Weiter erklärte sie: „Sie haben ein ganz anderes Lebensgefühl als die Vorgängergenerationen – und zählen nicht zum alten Eisen.“

Neben den älteren Beschäftigten könnte der drohende Fachkräftemangel auch für Frauen, Migrantinnen und Migranten eine Chance sein. Wenn diese Beschäftigungsgruppen mehr berücksichtigt würden, dann könnte der Mangel an Fachkräften zumindest abgefedert werden.

Derzeit läuft im Übrigen im Familienministerium noch bis zum Ende des Jahres ein Modellprojekt. In diesem Modellprojekt werden ältere Beschäftigte im Einzelhandel eingesetzt, um ältere Kunden zu bedienen. Zu den Partnern in diesem Projekt zählen unter anderem Karstadt, Douglas, Galeria Kaufhof, Edeka und noch viele mehr. Den Berichten aus dem Projekt kann man entnehmen, dass die Motivation der Mitarbeiter sehr hoch sei und dass die Kunden, die in den Genuss der altersgerechten Bedienung kommen, sehr zufrieden seien. Vielleicht ein Projekt, das Schule machen sollte?

von Sandra Reinfeld