Fall Mirco: Polizei bekommt heiβen Tip von einer Frau

Trotz des erschütternden Fernsehauftrittes der Eltern des seit über drei Wochen vermissten  Mirco aus Grefrath, haben sich laut Angaben der Polizei wenig neue Hinweise über das Verschwinden des Jungen ergeben. „Das Aufkommen von neuen Hinweisen ist eher verhalten“, äuβerte Polizeisprecher Willy Theveßen am Sonntag. Eine ähnlich groβe Flut von Hinweisen wie bei den ersten Aufrufen gab es dieses Mal nicht.

Jedoch hatte die Polizei am Samstag einen Tipp von einer Frau bekommen, worauf am heutigen Sonntag ein Gelände um das Kloster Mariendonk von Polizeistaffeln mit Suchhunden und Hubschraubern abgesucht wird.

Der Appell von Sandra und Reinhard Schlitter in der Aktuellen Stunde des WDR-Fernsehens an die mutmaβlichen Täter ihnen den Verbleib ihren Sohnes mitzuteilen oder ihn zurückzugeben verhallte hingegen ungehört.
Erschütternd flehte die Mutter von Mirco: „Ich weiß, dass Mirco etwas Schlimmes zugestoßen ist, das fühlt eine Mutter… Ich mache mir Gedanken, ob er friert, hungrig ist, Schmerzen hat, nach mir ruft. Falls das Schlimmste eingetroffen ist, müssen wir Abschied nehmen, irgendwie weiter leben.“

Der 11-jährige Mirco war am 3. September in Grefrath auf dem Nachhauseweg von einem Freund verschwunden. Mittlerweile geht die Polizei von einem Gewaltverbrechen aus.

Quelle: Welt

von Martin Richard Schmitt