Fall Mirco: Polizei reduziert Groβeinsatz

Wie Soko-Chef Ingo Thiel (47) heute in einem Interview mit der „Bild“-Zeitung erklärt, ist es unmöglich weiterhin täglich 1000 Beamte für die Suche nach dem seit 34 Tagen verschwundenen Mirco einzusetzen. Die Kapazitäten haben ein Limit erreicht. Seiner Aussage nach, wurden das gesamte Gebiet, das im Bereich von Mirkos Handy -Funkwabe lag, intensiv mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln genaustens abgesucht.

Thiel weist darauf hin, dass die Suche nach Mirko nicht eingestellt wird, sondern nur eingeengt wird. Das bedeutet, dass das Sonderkommando nur noch ganz konkreten Hinweisen nachgehen wird. Den Eltern von Mirco hat er erklärt, dass es derer noch genügend gibt. Die Fahndung sei demnach noch lange nicht zu Ende, betont der Beamte.

Täter besaβ Ortskenntnis

Der Soko-Chef geht davon aus, dass der Täter Ortskenntnis besaβ oder vielleicht sogar aus der Umgebung stammt. Als Motiv kommt für die Kripo mittlerweile immer mehr nur ein sexuell motiviertes Verbrechen in Frage.

Sehr viel Hoffnung auf das lebendige Auffinden von Mirco macht Thiel jedoch nicht. Es geht nur noch darum den Eltern Gewissheit über das Schicksal ihres Jungen zu verschaffen. Und ferner ist er sich sicher, dass der Fall dennoch geklärt wird.

Quelle: Bild

von Martin Richard Schmitt