Paris: Ferrari im Glück – Motorsportgericht zeigt Gnade

SPA FRANCORCHAMPS, BELGIUM - AUGUST 28: Fernando Alonso of Spain and Ferrari prepares to drive during the final practice session prior to qualifying for the Belgian Formula One Grand Prix at the Circuit of Spa Francorchamps on August 28, 2010 in Spa Francorchamps, Belgium. (Photo by Clive Mason/Getty Images)Durchpusten in Maranello. Das Beten in der italienischen Zentrale des Formel 1-Rennstalls Ferrari scheint sich ausgezahlt zu haben. Das Motorsportgericht in Paris ließ Gnade vor Recht walten und strafte die Italiener nicht zusätzlich ab.

Das Urteil bestätigte lediglich die Geldstrafe in Höhe von 75.000 Euro. Damit werden dem Team sowie beiden Fahrern Fernando Alonso und Felipe Masse keine Punkte in der WM-Wertung abgezogen. Damit hatten Experten stark gerechnet, da ein klarer Regelverstoß erkenntlich gewesen war.

Beim Rennen in Hockenheim hatte der Rennstall den zu dieser Zeit Führenden Massa dazu aufgefordert seinen Teamkollegen vorbei zu lassen, damit sich dieser wertvolle Punkte in der Weltmeisterschaft sichern konnte. Dank Boxenfunk konnten die Zuschauer den Befehl von Ferrari live mitverfolgen. Die Reaktion von Massa während und nach dem Rennen sprach zusätzlich eine deutliche Strafe.

Da eine Stallorder seit einigen Jahren in der Formel 1 verboten ist, musste Ferrari mit einer harten Bestrafung rechnen. Die blieb nun aus. Der Internationale Automobil-Verband FIA bestätigte lediglich das Bußgeld in Höhe von 100.000 Dollar, dass die Rennkommissare nach dem Rennen ausgesprochen hatten.

Damit bleibt Alonso Fünfter der Gesamtwertung, hat jedoch schon 41 Punkte Rückstand auf Lewis Hamilton. In der Konstrukteurswertung belegt die Scuderia Rang drei.

Zudem veröffentliche die FIA den Rennkalender 2011. Mit dem GrandPrix von Indien findet sich ein neuer Kurs in der Formel 1. Insgesamt finden in der kommenden Saison 20 Rennen statt.

Quelle: Eurosport

von Andre Gierke