FIFA Korruption WM 2018 und 2022: Funktionär Reynald Temarir gesteht

July 12, 2010 - Johannesburg, South Africa - epa02246047 FIFA President Joseph S Blatter addresses the media during the FIFA 2010 Soccer World Cup wrap-up press conference held in Sandton, Johannesburg, South Africa, 12 July 2010.Der Tahitianer Reynald Temarir hat nun als erster in dem FIFA-Korruptionsfall um die Vergebe der Fuβballweltmeisterschaft in den Jahren 2018 und 2022 ein Geständnis abgelegt. Gegenüber der Nachrichtenagentur AP äuβerte er sich dahingehend einen Fehler gemacht zu haben, als er darüber sprach.

Die Anschuldigungen gegen den Funktionär laufen darauf hinaus, dass er angeblich seine Stimme zum Verkauf angeboten hatte. Ein weiterer Funktionär (Adamu), der ebenfalls unter dem Korruptionsverdacht steht, hat sich bisher noch nicht geäuβert.

Der Schweizer FIFA- Boss Joseph Blatter hat nun in einem offenen Brief die völlige Klärung des Sachverhaltes gefordert. Blatter sprach von einer “unangehmen” Situation. Die Klärung des Korruptionsfalles liegt nun in den Händen der Ethikkommission und FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke.

Noch ist derzeit nicht klar, ob die geplante Abstimmung für die Vergabe de Weltmeisterschaft am kommenden 2. Dezember aufgrund der Sachlage überhaupt durchgeführt werden wird oder verschoben werden muss.

Gleich mehrere Länder buhlen bei den Funktionären noch um die Stimmen für den Zuschlag für eine der beiden WMs. Für die WM 2018 bewerben sich  England, Russland sowie die gemeinsamen Bewerbungen von Belgien und Holland. Und des Weiteren gibt es mit Spanien und Portugal eine gemeinsame Bewerbung. Für die Weltmeisterschaft 2022 sind die Kandidaten: Katar, Südkorea, Japan und Australien

Quelle: Morgenpost

von Martin Richard Schmitt