FIFA versüβt WM-Titel mit 23 Millionen Euro

A resident walks past giant replicas of the World Cup trophy in a suburb neighborhood in Rio de Janeiro June 7, 2010. The 2010 World Cup soccer tournament starts on June 11. REUTERS/Bruno Domingos (BRAZIL - Tags: SPORT SOCCER WORLD CUP)JOHANNESBURG – Die spanischen Spieler erhalten im Falle des Gewinns der Fuβball-Weltmeisterschaft pro Kopf 5500 000 Euro, mit „nur“ 520 000 Euro pro Kopf müssen sich die Argentinier begnügen. Ganz so schlimm wird es die nationalen Verbände jedoch nicht treffen, wissen sie doch, dass die FIFA üppige Gewinnausschüttungen vornehmen wird. Der Gewinner wird für den Titel 31 Millionen Dollar (23 Millionen Euro) erhalten, während der Zweitplatzierte immerhin noch 24 Millionen Dollar erhält.

Insgesamt werden 215 Mio. Euro an die 32 Teams verteilt. Bei der WM 2002 waren es noch 155 Mio. Die Gewinnausschüttung hat sich somit gegenüber der WM in Japan und Südkorea um 38 Prozent gesteigert.

Preisgeld für die Teams
Laut dem brasilianischen Coach Dunga, der selbst wegen Prämienstreitigkeiten 1990 in Italien protestierte, spielen seine Spieler nicht wegen des Geldes bei der WM. Bei ihrem letzten Titelgewinn 2002 in Japan/Südkorea erhielten die brasilianischen Spieler schon 250 000 Euro Siegprämie pro Kopf, das ist der Betrag, den die deutschen oder mexikanischen Spieler im Falle eines Erfolges bei dieser WM erhalten. Es wird wohl dieses Mal etwas mehr sein.

Andere Verbände zeigen sich da wesentlich groβzügiger als der Deutsche Fuβballverband. So erhalten die Spanier im Falle eines Erfolges 550 000 Euro, die Argentinier 520.000 Euro, die Engländer 470.000 Euro und die Franzosen 390.000 Euro. Gerade in Spanien stöβt diese Groβzügigkeit inmitten der Wirtschaftskrise jedoch auf Widerstand, der sich sogar bis in das Parlament ausweitet. Demnach hat das Team angekündigt einen Teil der Summe karitativen Zwecken spenden zu wollen.

Auf individuellere Prämienmodelle greifen die anderen Teams zurück. So erhalten die südafrikanischen Spieler 100 000 Euro je geschossenem Tor, aber nur im Falle eines Sieges, diese sind dann unter dem Team aufzuteilen. Die Schweizer um Trainer Hitzfeld erhalten relativ bescheidene 10 000 Schweizer Franken pro Punkt und weitere 45 000 Dollar pro Kopf sollten sie die erste Runde überstehen.

von Martin Richard Schmitt