Golf von Mexiko: BP will 20 Milliarden Dollar zahlen

Oiled Guillimot after Empress oil spill,West WalesGOLF VON MEXIKO – Das Treffen mit US-Präsident Barack Obama mit der Führung von BP im weißen Haus war mit Spannung erwartet worden. Im Anschluss an das Gespräch kündigte Obama, an, dass der Konzern BP 20 Milliarden Dollar zur Verfügung stellen wird, die in einen Treuhandfonds eingezahlt werden. Dieser dient dazu, um die Entschädigungsforderungen zu begleichen.

Der US-Kongress begrüßte die Ergebnisse des Gesprächs zwischen Obama und der BP-Führung. So sprach Harry Reid, demokratischer Mehrheitsführer im Senat, von einem „guten ersten Schritt“. Die Demokratin Nancy Pelos, Vorsitzende des Repräsentantenhauses warnte aber davor: „Sollte es mehr als 20 Milliarden Dollar brauchen, wird BP die volle Summe für die Familien, Arbeiter und kleinen Geschäftsleute der Golfküste zahlen müssen.“

Vor dem Gespräch räumte der Chef des BP-Konzerns, Tony Hayward, „eine beispiellose Serie von Fehlern“ ein. Diese sieht er als Ursache für die Ölpest im Golf von Mexiko. Weiter sagte er in einer vorab veröffentlichten Erklärung, dass diese Katastrophe niemals hätte geschehen dürfen. Es sei richtig, dass es sich um einen „komplexen Unfall“ handele, wobei der Ursprung allerdings noch nicht klar sei.

Seit dem 20. April bereits laufen täglich mehrere Millionen Liter Öl aus dem leckgeschlagenen Bohrloch. Nur einen kleinen Teil kann BP mittlerweile auffangen.

von Sandra Reinfeld