Google Street-View: Der nächste Schritt zum gläsernen Menschen?

Street-View: Der nächste Schritt zum gläsernen Menschen?Derzeit beschäftigt die Deutschen ein Thema ganz besonders. Der Internet-Dienst Street View wird in Kürze online gehen. Der Internet-Konzern Google hatte am Dienstag gesagt, dass erst einmal nur 20 Städte im Internet zu sehen sein werden. Außerdem würde Eigentümern und Mietern vorher die Gelegenheit gegeben, Widerspruch gegen die Veröffentlichung ihrer Bilder einzulegen. Das werde unkompliziert über ein Online-Formular möglich sein.

Das Thema beschäftigt nun nicht nur die Datenschützer. Es ist auch Thema in der Politik. Hier sind die Meinungen über die Einführung von Street View geteilt. Allerdings herrscht vorrangig die Meinung, dass es sich um einen brisanten Online-Dienst handle. Der Datenschutzbeauftragte des Bundes, Peter Schaar, forderte Google auf, das Verfahren zur Bearbeitung der Widersprüche offen zu legen, da bislang nicht klar sei, wie das Verfahren ablaufen werde.

Auch Rolf Kornemann, Präsident des Eigentümerverbands Haus & Grund, äußerte sich kritisch zum geplanten Start von Street View. Die Fotos für Street View seien deutlich über Augenhöhe aufgenommen worden. So würden die Zäune und Hecken, die als Sichtschutz gedacht waren, umgangen. Kornemann riet noch einmal allen Eigentümern, die betroffen seien, Widerspruch einzulegen.

Bezüglich der Widerspruchmöglichkeiten sagte der Fraktions-Vize der SPD, Ola: „Die von Google eingeräumten Widerspruchsrechte müssen für die Bürgerinnen und Bürger einfach zu erreichen und wahrzunehmen sein. Das muss in der Realität gut funktionieren.

von Sandra Reinfeld