Gut beraten bei der Bank?

Gut beraten bei der Bank?Das „sauer“ verdiente Geld richtig anlegen, das möchte ja wohl jeder. Dazu geht man dann gerne mal zu einer Bankberatung. Diese Bankberatungen scheinen aber nicht das zu halten, was sie versprechen. Das belegt zumindest eine Studie der Stiftung Warentest

Die Stiftung Warentest hat gerade in einem bundesweiten Feldversuch Bankberater und deren Qualität bewertet. Das Ergebnis ist erschreckend. 21 Banken, Sparkassen und Volksbanken wurden testweise besucht. Sechs davon erhielten die Note „mangelhaft“. „Gut wurde kein einziges Mal vergeben. Ilse Aigner, Verbraucherschutzministerin erklärte dazu: „Viele Banken haben aus ihren Fehlern wenig gelernt und leisten sich weiterhin gravierende Versäumnisse“.

Die Vorwürfe sprechen nun eine eigene Sprache und veranlassen zu der Frage, wie sich Anleger denn überhaupt schützen können? Als Erstes muss sich jeder, der Geld anlegen will, mit den Grundlagen befassen. Martin Weber, Professor an der Universität Mannheim, rät daher: „Er sollte zum Beispiel wissen, dass mehr Rendite nur mit mehr Risiko zu holen ist.“ Er rät weiter, dass man nicht unvorbereitet in das Gespräch mit dem Bankberater gehen solle. So fiele es leichter, die Tricks zu durchschauen.

Die Frage nach dem „wofür“ man das Geld ausgeben möchte, ist ebenso wichtig wie die Klärung, zu welchem Risikotyp man gehört. Vor allem steht jedoch, dass man sich von seinem Berater zu nicht überreden lassen sollte – vor allem nicht zu Produkten, die einem unverständlich erscheinen.

von Sandra Reinfeld