Hat der Wintertourismus noch ein Zukunft?

Es ist wieder so weit. Der Winter steht nicht einmal mehr vor der Tür, er hat sich bereits selbst in Haus reingelassen. Das fast deutschlandweite Schnee- und Verkehrschaos hat einmal mehr gezeigt, dass das Wetter von einen Tag auf den anderen schlagartig umschlagen kann und somit niemand vor eventuellen Gefahren geschützt ist.

Vom Wetterumschwung ist jedoch nicht nur der Verkehr zeitweise betroffen, sondern vielmehr ganze Länder, die sich auf den Winter freuen. Denn beispielsweise für Österreich hat der Wintertourismus eine extrem wichtige Rolle für dessen Wirtschaft. Schließlich hat dieses Land, aufgrund seiner Lage nicht die Möglichkeiten, wie zum Beispiel Deutschland mit Agrarwirtschaft. Die Österreicher sind zwangsweise auf den Winterurlauber jedes Jahr angewiesen. Genau aus diesem Grund wird in manchen Skigebieten gebaut was das Zeug hält. Dabei geht es nicht nur um Häuser, vielmehr um ganze Satdteile, Hotels und Liftstationen, für die jedes Jahr Millionen ausgegeben werden, um dem wohlhabenden Winterurlauber etwas bieten zu können.

Ein ganz gutes Beispiel ist das Skigebiet um Kitzbühel, welches sich über meherer Kilometer hinzieht. In dem kleinen und ruhigen Feriendorf Hochkrimml werden jedes Jahr nach der Wintersaison mindestens 15 neue Ferienhäuser der Oberklasse errichtet. Einerseits ist dies selbstverständlich für die Infrastruktur Österreichs sehr gut, jedoch unter dem Aspekt der Klimaerwärmung ist es anzunehmen, dass es möglicherweise in nicht all zu ferner Zukunft zu einem kompletten Einbruch der Österreichischen Wirtschaft und damit auch des Wintertourismus kommen könnte.

von Meik Struve