Iran wählt – vielleicht die Zukunft der ganzen Welt

Nach vier Jahren unter dem Hardliner Ahmadinedschad stehen die Iraner vor der Wahl. Besonders bei dieser Wahl ist: zwei Drittel der iranischen Bevölkerung ist jünger als 30. Und da ein großer Teil des Landes Internetzugang hat, verläuft die Diskussion auch online.

Man fängt an zu hinterfragen, die Zustände zu kritisieren und öffentlich auf den Straßen für den eigenen Favoriten einzutreten. Dem konservativen Präsidenten Ahmadineschad stehen drei weitere Kandidaten gegenüber, er kämpft um seine Wiederwahl.

Der Reformer Mir-Hossein Mussawi hat die größten Chancen gegen Ahmadineschad, vor allem die jungen Leute stehen auf seiner Seite. Ahmadineschad hingegen musste viel Kritik während seiner öffentlichen Laufbahn erfahren, nicht nur vom Westen, sondern auch von den eigenen Landsmännern. Ein öffentlicher Brief von Studenten kritisierte ihn folgendermaßen: „Sie haben einmal gesagt: ´Meine Regierung ist stolz, ein so offenes politisches Klima geschaffen zu haben wie noch nie in der Geschichte unseres Landes.

Alle Menschen laufen frei herum, dennoch behaupten einige immer noch, es gebe keine Freiheit, es gebe Unterdrückung.´ Sie haben recht, Herr Präsident, die einzige Freiheit, die uns geblieben ist, ist das Herumlaufen“.

(Mark)

Quellen:

  1. Iran Wahl Kandidaten
  2. Mahmud Ahmadinedschad