IWC-Konferenz: Tod den Walen – Kein Übereinkommen über Walfangquote

Tod den Walen: Kein Übereinkommen über WalfangquoteAGADIR – Die 88 Nationen, die bei der Jahrestagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) im marokkanischen Agadir über die neuen Walfanquoten verhandeln wollten, kamen bislang zu keinem Kompromiss. Damit so scheint es haben die Walfangnationen Japan, Norwegen und Island den vorgelegten „Friedensplan“ abgelehnt und gehen somit weiter dem sinnlosen Abschlachten der riesigen Meeressäuger unter dem Deckmantel der Wissenschaft ungehindert hinterher. Ein aus dem Jahre 1986 stammendes Moratorium verbietet den kommerziellen Walfang, doch halten sich diese drei Länder nicht daran.

Im ureigensten Sinne war dieser Kompromissvorschlag jedoch nur ein Schritt zur Legalisierung des Walfangs, es sollte das Prinzip gelten: Legaler Walfang unter strengen Auflagen. Die IWC machte sich mit dem Vorschlag unter den Tierschützern keine Freunde, warfen die ihr doch Korruption vor.

Für die Walfangnationen war der Kompromiss, wie sich jetzt herausgestellt hat, sowieso von vornherein nicht akzeptabel und sie lehnten den Vorschlag schon gleich zu Beginn der Verhandlungen ab. Ratlosigkeit macht sich derweil in Agadir breit und auf eine vernünftige Lösung wird man sich unter den Beteiligten laut dem deutschen Delegationsleiter Gert Lindemann kaum noch einigen können.

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