Karibik: Dengue-Epidemie in Trinidad, Tobago und der Dominikanischen Republik fordert Todesopfer

Karibik: Dengue-Epedemie in Trinidad, Tobago und der Dominikanischen Republik fordert Todesopfer

Epedemische Ausmaβe hat laut den Gesundheitsbehörden das Dengue-Fieber auf einigen Karibikinseln angenommen. Mit der kommenden Regenzeit könnte sich die Situation noch weiter verschlimmern.

Besonders betroffen sind die Dominikanische Republik, Trinidad und Tobago sowie Puerto Rico. Allein aus der Dominikanischen Republik wurden bislang 27 Todesfälle gemeldet. Auf der viel besuchten Touristeninsel gehen jetzt die Mitarbeiter der Gesundheitsbehörden von Tür zu Tür, um die Bevölkerung über die Lebens- und Fortpflanzungsgewohnheiten des Moskitos (Aedes Aegypti) zu informieren.

In Puerto Rico starben an dem Dengue-Fieber bisher 5 Menschen. Über 6 300 Fälle wurden jedoch allein bis Juli bekannt. Zurückzuführen ist die Dengue-Epedemie auf das frühzeitige Einsetzen der Regenzeit in Verbindung mit weiterhin heiβen Temperaturen. In Trinidad mussten zusätzliche Betten in die Krankenhäuser gestellt werden, um alle Patienten aufnehmen zu können.

Besorgt zeigen sich die Ärzte über die stark ansteigende Zahl der Infektionen und der Todesziffern. Vor allem der schwere Typus des Dengue-Hämorrhagische Fiebers macht den Ärzten zu schaffen.

Nicht besser sieht es auf den Inseln Französisch- Guayana, Guadeloupe und Saint Martin aus. Über 16 700 Dengue-Fälle wurden laut der Organización Panamericana de la Salud bis Juni von den verschiedenen Karibikinseln gemeldet. Sicher ist jedoch, dass die Dunkelziffer um ein Vielfaches höher liegt.
Die Gesundheitsbehörden fürchten sogar, dass der Dengue-Virus, der in den USA als ausgerottet galt, bald wieder dort Fuβ fassen wird. Erste Fälle in Cayo Hueso (Florida) wurden schon bekannt.

Quelle: Terra/AP

von Martin Richard Schmitt