Methusalem-Gene: Rätsel um das menschliche Alter gelöst?

Wissenschaft: Rätsel um das menschliche Alter gelöst?

Schon immer wollten Forscher das Rätsel um das Alter lösen. Die Frage danach, warum einige Menschen sehr alt werden und andere nicht, beschäftigt die Forscher schon seit geraumer Zeit. Endlich haben die Wissenschaftler eine Entdeckung gemacht.

Einem Bericht auf Spiegel Online zufolge, sind 150 Genvarianten dafür verantwortlich, dass Menschen sehr alt werden können. Das bedeutet, dass die Chance seinen hundertsten Geburtstag zu erleben eher diejenigen haben, die viele dieser Genvarianten in sich tragen.

Zu diesem Ergebnis kamen die Forscher, weil sie Genom-Analysen vorgenommen hatten. Diese Genom-Analysen stammten von 1055 hochbetragten Menschen im Alter zwischen 95 bis 119 Jahren. Diese waren im Übrigen auch noch gesundheitlich sehr fit. Dem gegenüber wurden 1267 Menschen in verschiedene Kontrollgruppen eingeteilt. So zum Beispiel eine, deren Eltern durchschnittlich lediglich 73 Jahre alt geworden waren.

Dabei haben die Forscher dann festgestellt, dass in der Gruppen der „Hundertjährigen“ die Menschen etwas hatten, was den anderen fehlte. Und je mehr sie davon hatten, desto älter wurden sie.

Allerdings muss man das Ergebnis ein wenig relativieren, denn das gesunde Altern hängt nicht ausschließlich mit diesen Genen zusammen. Die Industrialisierung, die bessere Hygiene und der medizinische Fortschritt tragen ihr Übriges dazu bei. Der Mensch kann seine Alterung selbst beeinflussen, in dem er sich gesund ernährt, sich maßvoll bewegt und bespielsweise auch auf das Rauchen verzichtet.

von Sandra Reinfeld